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Wunstorf Hölty-Gymnasium begrüßt Planungssicherheit
Umland Wunstorf Hölty-Gymnasium begrüßt Planungssicherheit
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14:15 14.03.2019
Das Schulzentrum Steinhude: Etwa 200 Jungen und Mädchen gehen hier noch zur Schule. Quelle: Christiane Wortmann
Wunstorf

Der Leiter des Hölty-Gymnasiums hat die Entscheidung der Landesschulbehörde begrüßt, dass die Schule ihre Außenstelle in Steinhude aufgeben und ab dem nächsten Schuljahr die näheren Räume am Luther Weg zunächst für drei Schuljahre nutzen kann. „Es ist in ein Schritt in Richtung mehr Bildungsgerechtigkeit“, sagte Thomas van Gemmern. Nach der langen Wartezeit ist die Schule jetzt auch froh, sicher planen zu können.

Die große Mehrheit der Schulgremien war zu der Ansicht gekommen, dass die Schüler in Steinhude mit der bisherigen Konstruktion kaum unter den gleichen Voraussetzungen wie an der Hauptstelle lernen können. „Und die Probleme haben auch auf die Hauptstelle abgefärbt“, betonte van Gemmern. Eine Verlängerung für Steinhude um ein Jahr mit anschließendem Wechsel an den Luther Weg, die der Rat beantragt hat, hätte aus seiner Sicht die bestehenden Nachteile nur weiter bewahrt.

„Wir haben geglaubt, dass wir mit dem einen zusätzlichen Jahr die Akzeptanz erhöht hätten“, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Kirsten Riedel. Ihre Gruppenpartner von Grünen und FDP hatten ebenso wie die AfD sogar gefordert, dem Standort Steinhude drei weitere Jahre zu geben. Deshalb hatte die SPD den Kompromissvorschlag eingebracht, der eine Mehrheit fand. „Dass die Landesschulbehörde jetzt anders entschieden hat, kommt natürlich nicht ganz unerwartet“, sagte Riedel, nachdem diese sich schon früh auf ein Nein zu Steinhude festgelegt hatte.

Nachdenken über Zukunft des Schulzentrums beginnt

Die Mitglieder der CDU-Ratsfraktion hatten sich überwiegend entschieden, den Wunsch der Schule für einen baldigen Umzug zu unterstützen. „Von daher können wir das Ergebnis nur begrüßen“, sagte die Vorsitzende Christiane Schweer. „Als Steinhuderin bedauere ich natürlich das Aus der Schule, aber dafür wurden die Weichen schon deutlich früher gestellt.“ Nun müsse die Politik überlegen, was am Standort des Schulzentrums künftig geschehen soll, wenn es auch die Graf-Wilhelm-Schule nicht mehr gibt.

Dazu werde der Ortsrat in eine Diskussion einsteigen, kündigte Ortsbürgermeister Wilhelm Bredthauer (SPD) an. Er hält die Entscheidung dennoch für falsch und ist sicher, dass die Schule in Steinhude hätte gehalten werden können. Wenn es nun anders kommt, stellt er sich vor, den Standort für touristische Zwecke zu nutzen.

Auch van Gemmern, der das früher selbstständige Steinhuder Gymnasium einst geleitet hat, betont: „Hier geht natürlich auch ein Stück Schulgeschichte zu Ende.“ Nun müssten aber alle nach vorn schauen und zusehen, zunächst mit der Filiale am Luther Weg einen besseren Schulbetrieb zu organisieren, bis der Hauptstandort erweitert ist.

Das Gymnasium lädt für Freitag, 15. März, von 15 bis 18 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Viertklässler und ihre Eltern können sich bei Führungen und Mitmach-Aktionen einen Überblick über das Angebot der Schule an der Hindenburgstraße machen.

Von Sven Sokoll

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