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Wunstorf Hölty-Schüler kochen im Wohnheim Luther Weg
Umland Wunstorf Hölty-Schüler kochen im Wohnheim Luther Weg
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00:18 03.05.2019
Jakob (13) schneidet mit Bewohnerin Sarah Kartoffeln. Quelle: Anke Lütjens
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Wunstorf

Jakob (14) hat zusammen mit Sarah, einer Bewohnerin des Wohnheims für Flüchtlinge am Luther Weg, Kartoffeln geschnitten, ebenso wie Frederik (14) und Ben (13). 31 Schüler aus zwei achten Klassen des Hölty-Gymnasiums waren am Dienstagmittag im Wohnheim zu Gast, um mit den Bewohnern gemeinsam zu kochen und zu essen. Während eine Gruppe in der Küche mit der Zubereitung des Essens beschäftigt war, faltete eine andere Gruppe Servietten und deckte ebenfalls gemeinsam mit Bewohnerinnen die Tische ein. Eine dritte Gruppe spielte mit Kindern auf dem Spielplatz.

Schüler aus dem achten Jahrgang haben mit Bewohnern des Wohnheims für geflüchtete Menschen am Luther Weg gemeinsam ein Mittagessen zubereitet und gegessen. Die Aktion soll Kulturen verbinden.

Kochen verbindet Kulturen

„Ziel der Aktion ist es, über das Essen miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagte Lehrerin Anke Wirth. Kochen verbinde Kulturen, ergänzte Dieter Jaehnke. Er ist Ehrenamtskoordinator in der Flüchtlingshilfe im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf und war Wirths Ansprechpartner für das Integrationsprojekt. „Dieses Mal wird Deutsch gekocht, das nächste Mal Gerichte aus der Heimat der Frauen“, sagte Jaehnke. Er unterstützt die Ehrenamtlichen, die in Neustadt und Wunstorf in der Flüchtlingshilfe tätig sind.

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Kochaktion ist Teil eines Projekts

Auf dem Speiseplan standen am Dienstag Kartoffelecken, Blumenkohl und Frikadellen aus Rindfleisch sowie vegetarische Frikadellen. Die Schüler und Bewohnerinnen schnippelten und kneteten, was das Zeug hielt. Die Koch-Aktion ist Teil eines schulinternen Projekts unter der Überschrift „Woran mein Herz hängt“ und ist Teil des Religionsunterrichts. „Dabei machen die Schüler 15 Minuten Pause nur für sich“, sagte Wirth. Die Zeit verstreicht aber nicht ungenutzt, sondern wird sinnvoll genutzt.

Schüler entwickeln Ideen

Dazu haben die Schüler viele Ideen entwickelt. Sie wollen unter anderem Kuchen für die Tafel backen und verkaufen, Pflanzen und Beerensträucher im Schulgarten setzen und Kuscheltiere für bedürftige Kinder sammeln. Es war der Wunsch der Schüler, die 15 Minuten auf eine Doppelstunde auszudehnen, um mit geflüchteten Frauen im Wohnheim zu kochen. Die Lebensmittel haben sie selbst mitgebracht.

Von Anke Lütjens