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Wunstorf Hundesteuer soll um 10 Prozent steigen
Umland Wunstorf

Wunstorf: Hundesteuer soll um 10 Prozent steigen

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06:57 25.11.2019
Die Hundesteuer soll in Wunstorf steigen. Quelle: Philipp von Ditfurth (Archiv)/Symbolbild
Wunstorf

Wer einen Hund sein Eigen nennt, muss dafür ab dem nächsten Jahr etwa 10 Prozent mehr Steuern zahlen. Nachdem die SPD/Grünen/FDP-Mehrheitsgruppe und die CDU-Fraktion mit solchen Forderungen aus ihren Haushaltsklausuren gekommen sind, hat die Verwaltung die Details für einen politischen Beschluss erarbeitet. Die bisherigen Tarife waren zuletzt vor 18 Jahren angepasst worden.

Grundsätzlich rechtfertigt die Stadt die Steuer mit den besonderen Gefahren und Belästigungen, die von Hunden ausgehen können. Mit diesem Instrument solle einer „übermäßigen Hundehaltung“ entgegengewirkt werden. Wenn jetzt die Kosten für den ersten Hund von 96 auf 108 Euro im Jahr steigen, überfordere das die Hundehalter wohl nicht, heißt es in der Beschlussvorlage.

Die Verwaltung verweist darauf, dass in der Region Hannover zwar nur zwei andere Städte mehr als die 108 Euro für den Ersthund verlangen. Anders sieht es aber bei zusätzlichen Tieren aus: Wenn Wunstorf beim zweiten Hund auf 138 Euro geht, liegen immerhin elf Städte noch darüber. Und wenn für jeden weiteren Hund künftig 174 Euro berechnet werden, müssen die Hundehalter in acht weiteren Kommunen noch mehr bezahlen.

Erstmals höhere Sätze für gefährliche Hunde

Diese Sätze gelten allerdings nicht mehr für gefährliche Hunde. Seit 2013 müssen alle Halter ihr Tier bei einem landesweiten Register anmelden. Wenn Hunde besonders aggressiv sind, vor allem wenn sie Menschen und Tiere schon einmal angegriffen haben oder entsprechend gezüchtet oder ausgebildet worden sind, kann das Veterinäramt sie mit diesem Siegel belegen. Die Rasse spielt nach diesen Regeln anders als vorher nicht mehr die primäre Rolle. Stattdessen wirkt auch die Kompetenz des jeweiligen Halters stärker in die Bewertung mit hinein.

Derzeit sind demnach sieben Hunde im Stadtgebiet als gefährlich registriert. Mit ihrer neuen Satzung will die Stadt für diese Tiere auch erhöhte Hundesteuersätze einführen, und zwar zwischen 612 und 1020 Euro. Aus dieser Neuregelung rechnet die Verwaltung deshalb mit Mehreinnahmen von etwa 3500 Euro im Jahr. Insgesamt erwartet sie aus der Hundesteuer 33.800 Euro mehr.

Wer einen Hund aus dem Tierheim übernimmt, soll künftig im ersten Jahr nur die Hälfte der Steuern zahlen müssen. Mit dieser Regelung will die Stadt das Heim entlasten. Auch Steuerbefreiungen sind weiterhin möglich. Den Katalog dafür hat die Verwaltung teilweise neu formuliert.

Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss des Rates wird in seiner Sitzung am Dienstag, 3. Dezember, ab 18 Uhr im Rathaus über die neuen Regeln diskutieren.

Von Sven Sokoll

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