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Wunstorf Initiative hört: Gasthaus Blumenau ist abrissreif
Umland Wunstorf Initiative hört: Gasthaus Blumenau ist abrissreif
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15:43 28.03.2019
Beim ersten Stammtisch zur Rettung des ehemaligen Gasthauses Blumenau diskutieren Interessenten über den möglichen Erhalt. Quelle: Rita Nandy
Blumenau

Das Gutachten zum denkmalgeschützen, ehemaligen Gasthaus Blumenau liegt vor. Es empfiehlt den Abriss des letzen Fachwerkhauses des Dorfes, das sich in Privatbesitz befindet. Diese wenig erfreuliche Nachricht teilte Hajo Arnds von der Interessengemeinschaft zur Rettung des Gasthauses den 14 Anwesenden beim ersten Stammtisch am Mittwochabend in Der Gaststätte „Zum Alten Fritz“ mit. Ein Grund zum Aufgeben ist das jedenfalls für ihn und seine Mitstreiterinnen Edelgard Arnds-Marei und Dagmar von Hörsten nicht. Sie wollen eine Lösung für den Erhalt finden, um das ortsprägende Gebäude zu erhalten und mit Leben zu füllen. Denkbar ist eine Anlaufstelle für Vereine, eine Art Kulturzentrum. Darüber hatten die Initiatoren bereits auf einer Infoveranstaltung vor 60 Zuhörern berichtet.

Ehemaliges Gasthaus Blumenau ist in einem desolaten Zustand

Mit dem Gutachten ist der Abrisshammer noch nicht gefallen. Ende vergangener Woche sei dieses beim Baureferat eingegangen, berichtet Referatsleiter Robert Lehmann auf Nachfrage der Lokalredaktion. Derzeit werde es geprüft und anschließend zur fachlichen Expertise an des Landesamt für Denkmalpflege weitergeleitet. „Wir haben uns das Gebäude selber angesehen. Es ist seit längerer Zeit in einem bemitleidswerten Zustand“, sagt Lehmann. Er habe gewisse Zweifel, ob das Gebäude zu erhalten sei. Aus wirtschaftlichen Gründen könne er sich auch nicht vorstellen, dass die Stadt sich finanziell engagiert.

Eigentümer Wilhelm Mensching ist gesprächsbereit

Die Interessengemeinschaft möchte gerne auch den Eigentümer mit ins Boot holen. Ein Vorschlag auf dem Stammtisch war, dass dieser die Sanierung übernimmt und die Stadt ein langfristigen Mietvertrag abschließt. Dafür könnten auch Fördermittel aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ beantragt werden, erläutert Arnds. „Das wäre ein Modell, mit dem könnte man auf den Eigentümer zugehen.“ Dieser zeigte sich auf Nachfrage gesprächsbereit. Er habe Respekt vor der Aufgabe, die sich die Interessengemeinschaft vorgenommen habe, sagt Eigentümer Wilhelm Mensching. Er habe bisher noch keinen Blick in das Gutachten geworfen, sondern den Gutachter gebeten, dies direkt an die Stadtverwaltung weiterzuleiten.. Auch gebe es noch keine konkreten Pläne, was mit dem Gelände an der Manhorner Straße passieren soll. „Irgendetwas wird man damit machen können“, war er sich beim Kauf des Blumenauer Objekts sicher. Ausschlaggebend sei die zentrale Lage gewesen. Er wäre auch bereit, das Gutachten zu veröffentlichen. Die Entscheidung wolle er jedoch der Baubehörde überlassen. „Ich will den Entscheidungsträgern nicht vorgreifen“, sagt Mensching.

Initiative plant Nachbarschaftsfest

Auf eine öffentliche Präsentation, beispielsweise bei einer Ortsratssitzung, hofft auch die Interessengemeinschaft. Ein Gegengutachten erstellen zu lassen, sei nicht geplant, antwortete Hajo Arnds auf Nachfrage eines Blumenauers beim Stammtisch. Beim Treffen wurde auch deutlich, dass die Retter noch mehr Interesse wecken und das Thema zum Dorfgespräch werden müsse. Dafür möchte sie ein Nachbarschaftsfest zur Rettung des Blumenauer Gasthauses nutzen. Dieses haben die Initiatoren für Freitag, 24. Mai, von 16 bis 21 Uhr geplant. Das Kinder- und Jugendzentrum der Bau-Hof, die AWO-Kita, sowie Kunst- und Musikschule wollen sich am Programm beteiligen. Der Ort steht noch nicht fest, soll aber möglichst in Sichtweite des ehemaligen Gasthauses liegen. Zum nächsten Stammtisch lädt die Initiative für Mittwoch, 10. April, 19 Uhr, in die Gaststätte „Zum Alten Fritz“, Leinechaussee 2, ein.

Von Rita Nandy

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