Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wunstorf Junge Wunstorfer verlängern Straße der Kinderrechte mit Kunstwerken
Umland Wunstorf

Wunstorf: Kinder in Wunstorf verlängern Straße der Kinderrechte

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:29 22.05.2019
Katrin Thielpape leitet die Kunst-AG an der Grundschule Bokeloh und schaut sich die Entwürfe an. Quelle: Anke Lütjens
Steinhude/Bokeloh/Luthe

Eine blaue Welle aus Beton und Mosaik, bunte Tore aus Siebdruckplatten sowie Stelen aus Stahl und beschichteten Verbundplatten: In Luthe, Steinhude und Bokeloh fertigen Kinder gemeinsam mit professionellen Künstlern Kunstwerke für die Verlängerung der Straße der Kinderrechte an. Diese führt dann im Sommer bis an das Steinhuder Meer.

Das ist die Straße der Kinderrechte

Das bundesweit erste Projekt nahm im September 2008 seinen Anfang mit acht Kunstwerken in Resse in der Wedemark. Initiator ist die Kunstschule Wedemark, die im Herbst 2017 an die Kunstschulen in Wunstorf und Neustadt herangetreten ist, um sie als Partner zu gewinnen. Ziel ist es, mit Kunst im öffentlichen Raum auf die Rechte von Kindern aufmerksam zu machen.

Die Straße soll dann über Negenborn, Helstorf, Mandelsloh und Neustadt bis nach Otternhagen sowie von Luthe über Bokeloh bis nach Steinhude führen. Gefördert wird das Projekt von der Leader Region Meer & Moor sowie der Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken und der Hannoverschen Volksbank Wedemark. Die Kosten für die je drei Objekte in den Kommunen betragen insgesamt 78.000 Euro.

Steinhuder befassen sich mit Kinderrechten

„Die ganze Schule hat sich vor den Osterferien mit Kinderrechten befasst, und wir haben dazu auch ein Forum gemacht“, sagt Schulleiterin Anette Wiborg von der Grundschule Steinhude. Zum Katalog gehören unter anderem das Recht auf Bildung, Gleichberechtigung, gewaltfreie Erziehung, Gesundheit, freie Meinungsäußerung und elterliche Fürsorge. „Wir haben den Ideen der Kinder freien Lauf gelassen“, sagt Franziska Dörbaum. Die Referendarin leitet die Kunst-AG der Schule.

Die Schüler aus den dritten und vierten Klassen haben sich mit den Themen Gleichberechtigung, Bildung und Zugang zu Medien befasst und Entwürfe gemalt. Die Kinder legen ein Skizzenbuch an, erproben Farben und Material und fertigen Modelle aus Pappe. Die Entwürfe setzen sie zusammen mit Künstlerin Eva Preckwinkel aus Osnabrück künstlerisch um und bringen diese auf zugeschnittene Siebdruckplatten auf. Die Künstlerin montiert die Platten zu Toren zusammen und lackiert sie.

Schüler aus Steinhude und Bokeloh sowie Konfirmanden aus Luthe fertigen derzeit Kunstwerke für die Straße der Kinderrechte an. Diese führt von der Wedemark durch das Neustädter Land bis ans Meer.

Die Tore sollen im öffentlichen Raum ausgestellt werden. „Wir wollen sie im Kurpark aufstellen, aber das lehnt die Stadt ab“, sagt Dörbaum. Jetzt muss bis Ende des Monats ein neuer Standort gefunden werden. Die Schüler planen bereits eine Eröffnungsfeier und eine Ausstellung. „Sie sind sehr engagiert, für die Schüler war die künstlerische Auseinandersetzung eine riesengroße Erfahrung“, betont Dörbaum.

Bokeloher beschäftigen sich mit Umwelt

In Bokeloh sollen die 2,20 Meter hohen Stelen aus Stahl und weiß beschichteten Verbundplatten am Dienstag, 2. Juli, auf dem Pausenhof aufgestellt werden. Die Schüler der Kunst-AG des dritten und vierten Jahrgangs unter Leitung von Katrin Thielpape befassen sich seit den Sommerferien mit Kinderrechten, insbesondere mit Umwelt, Klima sowie Frieden und Freunden. Zusammen mit Künstler Eckhard Niehoff aus Großenheidorn entwickeln sie Ideen. So widmet sich eine Stele dem Negativbeispiel Plastik im Meer, auf der zweiten finden sich Seegras und Meeresgetier. „Nach den Sommerferien machen wir mit der neuen AG vielleicht noch etwas zum Thema Bienen“, sagt Thielpape. Zwischen den Stelen soll noch ein Streitschlichter-Häuschen aus Holz für die Streitschlichter-AG aufgestellt werden.

In Luthe entsteht ein Sitzmöbel

Das Modell des Luther Kunstwerks steht im Foyer des Naturerlebnisbades. Gemeinsam mit Konfirmanden fertigt Künstler Frank Plorin von der Kunstschule Noa Noa in Barsinghausen ein wellenförmiges Wellness-Sitzmöbel an, das mit blauen Mosaiksteinen beklebt wird. Das soll die Nähe zum Naturbad symbolisieren sowie das Kinderrecht auf Freizeit und Spielen darstellen. Ende Juni soll das Kunstwerk fertig sein. Dann soll es seinen Platz vor dem Naturerlebnisbad finden.

Von Anke Lütjens

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit 1975 besteht die Wunstorfer Freie Selbsthilfegruppe für Alkohol- und Medikamentenabhängige und deren Angehörige. Sie engagiert sich auch für die Prävention.

22.05.2019

Anlässlich des europäischen Nachbarschaftstags lädt die Initiative zur Rettung des ehemaligen Gasthauses Blumenau für Freitag, 24. Mai, von 16 bis 21 Uhr zur Nachbarschaftsfeier ein. Örtliche Vereine unterstützen die Initiative beim Programm.

22.05.2019

Anwohner der Lütjen Deile befürchten, dass der geplante Einsatz von Schaumbeton in ihrer Straße zu Brüchen führen kann. Die Stadt erwartet die Angebote für den Ausbau.

24.05.2019