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Wunstorf Das Lärmgutachten für den Kunstrasenplatz in Luthe liegt vor
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Wunstorf: Lärmgutachten für Kunstrasenplatz in Luthe liegt vor

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17:05 03.01.2020
Die Sportplätze des TSV Luthe sind bei schlechtem Wetter gesperrt. Ein Kunstrasenplatz soll einen durchgängigen Trainings- und Spielbetrieb sichern. Quelle: Rita Nandy (Archiv)
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Luthe

Das Lärmgutachten für den geplanten Kunstrasenplatz des TSV Luthe liegt vor. Nächste Woche wird die Stadtverwaltung mit dem Sportvereinsvorstand einen Termin vereinbaren. In dem Gespräch soll es darum gehen, wie der Spiel- und Trainingsbetrieb so organisiert werden kann, dass er mit dem Lärmgutachten konform geht, sagt Stadtsprecher Alexander Stockum. In der 31-seitigen Expertise der Gesellschaft für technische Akustik aus Hannover (GTA) werden mehrere Szenarien aufgeführt.

Stadt will erst mit dem Verein sprechen

Nähere Einzelheiten möchte Stadtsprecher Alexander Stockum noch nicht nennen. „Wir wollen erst mit dem Verein sprechen“, bittet er um Verständnis. Denkbar sei aber beispielsweise sonntags in der Mittagszeit zwischen 13 und 15 Uhr auf einen parallelen Spielbetrieb auf dem A- und B-Platz zu verzichten. Fest steht, dass auf jeden Fall die Ruhezeiten ab 22 Uhr eingehalten werden müssen. In puncto Lärm gilt es jedoch nicht nur den Spiel- und Trainingsbetrieb der Fußballer zu berücksichtigen, sondern auch den der Tennisspieler auf dem benachbarten Platz. Als dritte Lärmquelle komme auch noch der Schützenplatz hinzu, erläutert Stockum. Auch die Belastung durch den An- und Abreiseverkehr spielt in dem Gutachten eine Rolle.

Jede weitere Lärmbelastung ist kritisch

Bei den Lärmmessungen von GTA an verschiedenen Zeiten an allen Wochentagen sind alle drei Faktoren berücksichtigt worden. „Die Situation ist sehr sensibel“, sagt Stockum. Jede weitere Lärmbelastung sei kritisch. Bisher genieße der Platz Bestandsschutz. Für den Kunstrasenplatz müsse jedoch eine neue Baugenehmigung erteilt werden. Die alten Regelungen werden damit hinfällig. Auch beim C-Platz sei mit Rücksicht auf die Anwohner die Nutzungszeit eingeschränkt.

A-Platz wäre teure Alternative

Sollte es keine Möglichkeit geben, den Trainings- und Spielbetrieb auf dem B-Platz mit den Vorgaben aus dem Lärmgutachten zu vereinbaren, sei der A-Platz eine Alternative, sagt Stockum. Dieser liegt weiter von der Wohnbebauung entfernt. Dadurch würden sich allerdings die Kosten erhöhen, da der Platz größer sei.

Baubeginn für 2021 geplant

Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt ist ein ordentliches Genehmigungsverfahren wichtig: „Wir haben kein Interesse an Rechtsstreitigkeiten.“ Im Dorf gebe es auch Kritik an einer intensiveren Nutzung der Sportanlage. Dies sagte er, nachdem der Antrag auf einen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro beim Landessportbund nicht fristgerecht gestellt werden konnte. Eigentlich sollte schon in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden. Nun verschiebt sich der Termin auf 2021. Die Stadt hatte für dieses Jahr in den Haushalt 500.000 Euro für den Kunstrasenplatz eingestellt. Mit 100.000 Euro will sich der TSV Luthe an dem Projekt beteiligen. Die Stadt hat zugesagt, an der Realisierung festzuhalten.

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Von Rita Nandy

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