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Wunstorf Leser kennen viele Gefahrenstellen für Radfahrer
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Wunstorf: Leser kennen viele Gefahrenstellen für Radfahrer

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10:41 19.08.2019
Der Radstreifen an der Straßen Cronsbostel in Bokeloh endet im Nichts. Quelle: Sven Sokoll
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Wunstorf

Unsere Radfahrserie stößt auf großes Interesse. Zahlreiche Leser haben sich per Telefon und Mail gemeldet, um Gefahrenstellen in der Stadt zu nennen. Viele sind regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs. So auch Uwe Krüger. „Ich fand Ihren Bericht über die Gefahrenstellen sehr lesenswert“, lobt der Düdinghausener. Er fahre oft nach Wunstorf. An der Auebrücke die B 442 (In den Ellern) zu überqueren, findet er riskant.

Als zu eng bezeichnet Walter Stolper den viel befahrenen Radweg zwischen Kolenfeld und Wunstorf. „Ich habe schon mehrmals brenzlige Situationen überstehen müssen, da der Radweg bei Gegenverkehr viel zu schmal ist.“ Außerdem seien größere Unebenheiten im Asphalt, in denen sich im Winter Wasser sammele. „Es wäre schön, wenn das schnellstmöglich behoben werden könnte“, hofft er auf Abhilfe. Zu eng sei auch die Braustraße in Steinhude, kritisiert Sigrun Tatje. „Wenn zwei Autos sich begegnen, ist kein Platz mehr für den Radler.“

Bernd Hartmann bezeichnet die Strecke von Bokeloh nach Mesmerode als katastrophal. Dort sei kleinerer Schotter aufgebracht worden. „Man kann nicht zu Fuß gehen, geschweige denn mit dem Fahrrad fahren“, schreibt er.

Schlechte Sichtverhältnisse: Hohe Büsche versperren Rechtsabbiegern den Blick auf den Klosterweg. Quelle: Rita Nandy

Radfahrer wünscht sich Spiegel für mehr Sicherheit

Die Ortsdurchfahrt in Bokeloh ist frisch saniert. Seit dem Ende der Radstreifen an der Straße Cronsbostel ortsauswärts im Nichts ärgert sich Anruferin Barbara Brüggemeyer. Dort würden die Radfahrer vor der Verkehrsinsel regelmäßig von den Autos an die Seite gedrängt. Den Fuß- und Radweg auf der anderen Straßenseite dürften sie nicht nutzen.

Hendrik Schweer sieht zwei extreme Gefahrenpunkte in Wunstorf. Zum einen sei es die Kreuzung Blumenauer Kirchweg/Klosterweg. Die hohe Hecke zum Klinikumsgelände versperre beim Abbiegen die Sicht. Oftmals stünden Höltyschüler dort in Grüppchen. „Ich musste schon drei- bis viermal voll in die Bremsen steigen“, berichtet Schweer. Ein Spiegel könnte dort die Situation entschärfen. Wer vom Bahnhof an der Hochstraße in Richtung Lönsstraße oder De-Jonge-Straße fahre und umgekehrt, begebe sich ebenfalls in Gefahr.

Der Luther Wilhelm Heineking hat festgestellt, dass der neue Schutzstreifen für Radfahrer an der Nienburger Straße ortsauswärts nicht genutzt werde. Viele fahren verbotenerweise auf dem Geh- und Radweg auf der anderen Straßenseite. Dies war vor der Sanierung der Straße erlaubt. Und wer ortseinwärts nicht aufpasst oder wen die Sonne blendet, prallt gegen das ziemlich in der Mitte aufgestellte Bushalteschild Sommerstraße. Der Ortsrat Luthe hatte Anfang des Jahres die Stadt gebeten sich darum zu kümmern, dass das Schild an den Rand verlegt wird.

Als Radfahrer ärgert er sich aber auch über die Ampelphase an der Sölterkreuzung. Wer die Fahrbahn an der Neustädter Straße überqueren möchte, muss Geduld haben. Erst nach zwei Grünphasen für die Autos dürfen Radfahrer und Fußgänger die Straße überqueren.

Leser Lothar Spatz ärgert sich über die zahlreichen Schlaglöcher des wenige Hundert Meter entfernten Radwegs vor dem Nordwall-Parkplatz. Gerade an Markttagen müssten Radler dort aufpassen, weil sie von Autofahrern, die auf den Parkplatz abbiegen, geschnitten würden.

An der Südstraße bestünde die Gefahr, wortwörtlich unter die Räder zu kommen, sagt Spatz, der jährlich rund 1000 Kilometer mit dem Rad zurücklegt. Im Vergleich mit Holland seien die Radwege in Wunstorf eine Katastrophe. Dort seien die Radwege wesentlich breiter.

Leser fordern von Radlern Einhaltung der Verkehrsvorschriften

Leser klagen aber nicht nur über Straßenverhältnisse, sondern auch über das Verhalten der Radfahrer. Am Stadtgraben sei es beispielsweise nur in einem nordwestlichen Teilabschnitt erlaubt, den Radweg in beide Richtungen zu nutzen. Dennoch tun Radfahrer das überall entlang der Straße. „Damit sorgen sie für ständig wiederkehrende Gefahrensituationen“, schreibt Detlef Weinberg. Auch habe er beobachtet, dass Radler trotz Verbots in der Fußgängerzone fahren und beispielsweise an der Kolenfelder Straße nicht am Zebrastreifen absteigen. Dies zwinge Autofahrer zu Vollbremsungen.

Aus dem Faltblatt der Region Hannover "Richtig radeln": Ist ein Gehweg - Radverkehr frei - ausgeschildert, ist den Radfahrern freigestellt, ob sie den Gehweg oder die Fahrbahn benutzen. Quelle: Rita Nandy

Zu mehr Sicherheit könnten Radfahrer beitragen, indem sie helle Kleidung tragen und das Licht einschalten, fordert Bernd Günther. Die Leser Wilfried Growe und Bernd Schinke möchten auf das Schild Gehweg mit dem Zusatz Radfahrer frei hinweisen. Radler dürften dort fahren, gegebenenfalls in Schrittgeschwindigkeit, oder können auf die Straße ausweichen. Offensichtlich kennen aber manche Autofahrer die Bedeutung des Schildes nicht. „Ich bin schon öfter angehupt worden“, sagt Growe. Schinke bedauert, dass entlang der Blumenauer Straße zum Bahnhof und der Leineschaussee aus Richtung Oststadt der Radweg abgeschafft wurde.

Weitere Teile in dieser Serie waren:

So funktioniert die botanische Radtour per Smartphone in Luthe

Politiker wollen Radwege in der Stadt verbessern

Stadt sieht für Radfahrer Mängel im Ortskern

Tourentipp: Mit dem Rad vom Bahnhof zur Badeinsel am Steinhuder Meer

An vielen Stellen ist Radfahren gefährlich

Männerkreis der Stiftskirche entwickelt Radfahrkonzept für die Stadt

Von Rita Nandy

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