Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wunstorf Neues Netzwerk soll Jugendangebote bündeln
Umland Wunstorf

Wunstorf: Neues Netzwerk bei IGS soll Jugendangebote bündeln

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:59 01.11.2019
Die Teilnehmer gehen in den künftigen Stützpunkt des Netzwerks. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf

Ein weit verzweigtes Netzwerk soll künftig dazu beitragen, auf die Probleme von Kindern und Jugendlichen umfassend reagieren zu können. In der Evangelischen IGS sind die Beteiligten am Dienstag zu einer Auftaktveranstaltung zusammengekommen. Vertreter von rund 20 Einrichtungen wie Jugendhilfe, Polizei, Schulen, Therapeuten, Sozialarbeit und Jugendpflege waren dabei.

„Es gibt schon viele gute Angebote, die wir stärker zusammenbringen wollen“, sagte Gerd Brinkmann vom Evangelischen Schulwerk. Dabei solle das Kind auf jedem Fall im Mittelpunkt stehen. Koordinator des Netzwerks wird Schulsozialarbeiter Moritz Dockhorn, der sich auch in seinem Studium schon mit der Thematik befasst hat und sie nun wissenschaftlich basiert umsetzen will. Die Finanzierung übernimmt das Schulwerk, der Träger der IGS.

Hausmeisterwohnung wird neu genutzt

Das Netzwerk zieht in die ehemalige Hausmeisterwohnung ein, in die zuletzt die Verwaltung der Schule ausgewichen ist. „Die Begegnung an einem Tisch soll dort Voraussetzungen für eine gute Beratung und Therapie schaffen“, sagte Schulleiterin Elke Helma Rothämel. Die Räume mussten aber erst wieder frei werden. „In der Schule warten viele schon darauf, loslegen zu können“, sagte Brinkmann. Inzwischen konnte die Verwaltung in den umgebauten Altbau einziehen.

Gerd Brinkmann vom Evangelischen Schulwerk spricht beim Empfang im Forum der IGS. Quelle: Sven Sokoll

Auch wenn die Einrichtung in Sichtweite der IGS liegt, soll das Zentrum eine eigenständige Rolle entwickeln und insbesondere offen für Schüler aller Schulen sein. Die genauen Formen der Zusammenarbeit sollen sich erst finden, sind sich die Netzwerker einig.

Stadt begrüßt das Konzept

Wunstorfs Erster Stadtrat Carsten Piellusch sagte, dass sich bereits ein sehr komplexes System von Einrichtungen um Kinder und Jugendliche kümmere. „Das Ziel muss sein, die Hilfen ortsnah und leicht zugänglich anzubieten. Es bleiben ja auch immer die gleichen Kinder.“ Die stellvertretende evangelische Superintendentin Christa Hafermann verglich das Netzwerk mit einer Hängematte und betonte, dass Jugendliche vor allem Anerkennung benötigen.

Klaus Borck, Leiter der Jugendhilfestation für Wunstorf und Neustadt, bescheinigte Schulen und Jugendhilfe, sich in den vergangenen Jahren schon stark aufeinander zu entwickelt zu haben. „Vor allem die Schulsozialarbeiter haben dabei Türen geöffnet.“ Allerdings unterschieden sich die Systeme nach wie vor.

Jugendhilfe will mitarbeiten

Während die Jugendhilfe im Zusammenspiel mit den Sorgeberechtigten und Dienstleistern bestimmte Hilfsangebote auswähle, müssten Schulen am Ende immer auch Noten an die Schüler verteilen, gab Borck zu bedenken. „Ich glaube aber, dass sich das im Netzwerk befruchten kann. Deshalb werden wir sicherlich mitarbeiten.“ Er lobte das offene Konzept, betonte aber auch, dass die Jugendhilfe jetzt nicht „ein Feuerwerk neuer Angebote“ abbrennen will. Borck setzt eher auf eine nachhaltige Wirkung.

In den künftigen Räumen sprechen die Teilnehmer über das Konzept. Quelle: Sven Sokoll

Nach dem Empfang im Forum der IGS wechselten die Teilnehmer in die fünf künftigen Netzwerk-Räume, um über die weitere Arbeit zu diskutieren. Nach den Reaktionen am ersten Abend ist Schulsozialarbeiter Dockhorn zuversichtlich, dass alle den Prozess weiter begleiten wollen. „Wie intensiv und in welcher Funktion, muss sich jetzt in den nächsten Wochen finden. Wir sind uns aber schon sicher: Die Kinder werden profitieren.“

Von Sven Sokoll

Bei einem Rundgang informierte sich der Schulausschuss über Wunstorfs erste Ganztagsgrundschule in Klein Heidorn – und Schulleiterin Maud Rang gab Anregungen für zukünftige Schulausbauten.

01.11.2019

Das Verwaltungsgericht Hannover hat vorerst untersagt, Schlamm aus dem Steinhuder Meer auf dem Polder in Großenheidorn zu deponieren. Anwohner hatten gegen die Genehmigung des Gewerbeaufsichtsamts geklagt.

01.11.2019
Wunstorf Unsere Veranstaltungstipps - Das ist am Wochenende in Wunstorf los

Eine lustige Theaterpremiere, eine Modelleisenbahn-Ausstellung und eine Zirkusvorstellung stehen an diesem Wochenende im Terminkalender. Doch vom 1. bis 3. November gibt es in Wunstorf noch viel mehr zu erleben.

01.11.2019