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Wunstorf Adlerschutz am Steinhuder Meer ist enorm erfolgreich
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Wunstorf/Neustadt: Adlerschutz am Steinhuder Meer zeigt deutliche Erfolge

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16:00 26.09.2019
Fischadler brüten 2019 achtmal am Steinhuder Meer. Quelle: Foto: ÖSSM
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Steinhude

„Das Jahr 2019 war durchaus erfolgreich, wenn auch mit einigen Wermutstropfen.“, blickt die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) auf die ausklingende Brutsaison zurück. Ein ausgesprochen gutes Ergebnis erzielte der Schutz des Fischadlers. Dieser hatte 2006 erstmals nach Jahrzehnten wieder am Steinhuder Meer und seinem Umfeld gebrütet.

20 Fischadlerpaare bekamen 2019 in ganz Niedersachsen Nachwuchs, davon brüteten acht am Steinhuder Meer. Sie brüteten auf Nisthilfen, die die ÖSSM aufstellt und betreut. Finanziell unterstützten dabei verschiedene Projektpartner wie der Naturschutzbund, die Hit-Umweltstiftung, die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, die Region Hannover und das Land Niedersachsen. Das bekannteste Fischadlerpaar brütete im Naturschutzgebiet Meerbruchswiesen vor einer Webcam, sodass Tausende Zuschauer das Brutgeschehen im Internet live mitverfolgen konnten.

Dieses Fischadlerpaar ist per Webcam im Internet live zu beobachten. Quelle: ÖSSM

Zwei Paare verlieren die Brut

„Tragischerweise verloren zwei der acht Paare ihre Brut“, bedauert Thomas Brandt, wissenschaftlicher Leiter der ÖSSM. Bei einem der Paare konnte die Ursache für den Brutverlust nicht geklärt werden, das andere Paar wurde von Menschen gestört, die sich über Stunden unerlaubt in der Nähe des Nestes aufgehalten hatten. „Bei acht Paaren kann man noch nicht von einer stabilen Population reden, erst bei 12 bis 15 Paaren sind wir langfristig auf der sicheren Seite“, erklärt der Biologe.

Deshalb hofft die ÖSSM, dass möglichst viele der Jungtiere später als erwachsene Fischadler ans Steinhuder Meer zurückkehren. Der Fischadlerschutz wird also auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe bleiben. Untersuchungen zufolge sterben etwa 50 Prozent der Fischadler, bevor sie geschlechtsreif werden. Grund dafür sind vor allem Unwetter auf dem Zug nach Westafrika und Fischernetze, in denen sie sich verheddern.

Auch zwei Seeadlerpaare brüten

Auch der Schutz der größeren Seeadler war erfolgreich. Zwei Paare haben dieses Jahr am Steinhuder Meer gebrütet. Eins der beiden zog am Westufer des Steinhuder Meeres einen Jungvogel auf. Das Paar,das seit 2009 dort brütet, ist während der Brutzeit von Februar bis Juni auf einem Spaziergang im Naturschutzgebiet Meerbruchswiesen durch ein Münzfernrohr oder ein mitgebrachtes Fernglas am Horst zu beobachten. Anders als der Fischadler bleiben Seeadler auch im Winter im Umfeld des Steinhuder Meeres. Mit etwas Glück sind sie also auch in der kalten Jahreszeit zu beobachten.

Um weitere vom Menschen verursachte Brutverluste zu verhindern, bitten die Naturschützer Spaziergänger, mindestens 300 Meter Abstand zu einer Brutstätte zu halten. Ansonsten fliegen die Eltern weg und lassen die Eier oder Jungvögel alleine. Da es zur Brutzeit oft noch sehr kalt ist, werden die Eier zerstört oder die Jungtiere erfrieren, bevor die Eltern zurückkehren.

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Von Kaspar Baumann

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