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Wunstorf Dialog über Alpha-E-Ausbau der Bahnstrecke beginnt
Umland Wunstorf Dialog über Alpha-E-Ausbau der Bahnstrecke beginnt
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00:17 14.04.2019
Die Stadt will einen Umbau des Bahnübergangs Frachtweg erreichen. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf/Neustadt

Bei den Planungen für mehr Verkehr auf der Bahntrasse zwischen Nienburg und Hannover hat Ende März der Runde Tisch für den Abschnitt mit Wunstorf und Neustadt erstmals getagt, und zwar in Neustadt. In ihm wollen Bahn, Kommunen und weitere Partner über die besten Lösungen verhandeln.

Zu lösen ist das Problem, dass künftig noch mehr Güter von den Seehäfen über die Schiene ins Binnenland gebracht werden müssen. Bei einem Dialogforum Schiene Nord hatten Deutsche Bahn, Bund, Land, Kommunen, Verbände und Bürgerinitiativen im Jahr 2015 vereinbart, dafür im Bereich zwischen Bremen, Hamburg und Hannover keine neuen Trassen zu bauen. Dafür werden die bestehenden in den nächsten Jahren so ausgerüstet, dass sie für mehr Verkehr geeignet sind.

Auf dem 34 Kilometer langen Abschnitt zwischen Nienburg und Wunstorf plant die Bahn deshalb jetzt eine sogenannte Blockverdichtung, bei der die Abschnitte zwischen zwei Signalen verkleinert werden. Das führt dazu, dass die Züge in einem kürzeren Abstand hintereinander fahren können. Dafür laufen Voruntersuchungen, wie die Signaltechnik verändert werden kann und ob noch zusätzliche Überholgleise installiert werden müssen.

Gemeinsam mit dem Eisenbahn-Bundesamt und dem Verkehrsministerium hat die Bahn auch vereinbart, in die Untersuchungen den Bereich des Wunstorfer Bahnhofs zusätzlich mit einzubinden. „Dies ist auf Grund der Kreuzungskonflikte zwischen Personen- und Güterverkehr im Ostkopf des Bahnhofs Wunstorf notwendig. Wir werden also untersuchen, welche baulichen Maßnahmen geeignet sein können, um zum Vorteil unserer Kunden zukünftig einen noch stabileren und pünktlicheren Zugverkehr im Gebiet Wunstorfs zu ermöglichen“, begründete ein Bahnsprecher das.

Stadt hält Runden Tisch für gute Einrichtung

Im Abschlussdokument des Dialogforums sind neun Bedingungen an die Planer festgehalten worden. „Wir wollen, dass sie wirklich eingehalten werden“, sagte Wunstorfs Stadtsprecher Alexander Stockum. Als ein Instrument dafür sind die Regionalen Runden Tische vorgesehen worden, die die Stadt für eine gute Einrichtung hält. Die Stadt stehe aber auch im Kontakt mit den Abgeordneten, die sie vertreten.

Besonders wichtig ist der Stadt, dass die Anwohner so gut wie möglich vor Lärm geschützt werden und sich auch das Angebot im Nahverkehr auf der Schiene verbessern soll. Auch einen Fonds, mit dem „Projekte zur Sicherung der hohen Siedlungsqualität“ finanziert werden sollen, will die Stadt umgesetzt sehen.

Für wichtig befindet sie auch, dass der Straßenverkehr an den Schranken am Luther Weg und am Frachtweg nicht noch länger warten muss. Sie hat deshalb Vorschläge für einen Tunnel am Luther Weg und eine Brücke am Frachtweg erarbeitet und fordert, dass die Finanzierung vollständig übernommen wird.

Die Bahn informiert unter www.hamburg-bremen-hannover.de über den Stand der Diskussionen.

Von Sven Sokoll

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