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Wunstorf Klage gegen Schutzgebiet: OVG will bis Sommer 2020 über Totes Moor verhandeln
Umland Wunstorf

Wunstorf: OVG will bis Sommer 2020 über Totes Moor verhandeln

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17:48 04.12.2019
Gegen die neuen Naturschutz-Regeln im Osten des Steinhuder Meeres müssen drei Klagen entschieden werden. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

Über die drei Klagen gegen das Naturschutzgebiet Totes Moor will das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg in der ersten Jahreshälfte 2020 gemeinsam verhandeln. „Das Verfahren ist noch nicht terminiert, aber für das Frühjahr oder den Sommer 2020 anvisiert“, teilte Gerichtssprecherin Gunhild Becker mit.

Die Region Hannover hat bereits 2016 die Naturschutzgebiete im Osten des Steinhuder Meeres unter dem Namen Totes Moor zusammengefasst. Das Ballonteam Steinhuder Meer aus Bordenau lag vorher schon im Streit mit der Region, weil es den See als Vogelschutzgebiet nicht mehr überfliegen durfte. Auch die Verordnung des Naturschutzgebiets enthält Flugbeschränkungen, gegen die die Ballonfahrer sich wenden. Ein Eilantrag hatte Anfang 2017 allerdings keinen Erfolg.

Notgemeinschaft unterstützt Klagen

„Wir haben im Oktober 2019 noch einmal ein ergänzendes Schriftstück eingereicht, in dem wir nun noch einmal explizit darauf hinweisen, dass die Verordnung aus luftfahrerischer Hinsicht massiv gegen europaweit gültige EU-Verordnungen verstößt und eine Weiterreichung des Falles an den EuGH in Luxemburg zur Klärung mit Urteil in einem Vorabentscheidungsverfahren vorgeschlagen“, sagte Stefan Kuhn vom Ballonteam. Die lange Wartezeit erklärt er sich damit, dass ein negatives Urteil für den Naturschutz grundlegende Auswirkungen auf den gesamten Luftraum Deutschlands haben werde.

Neben dem Ballonteam unterstützt auch die Notgemeinschaft Steinhuder Meer zwei Klagen, nämlich die ihres Vorstandsmitglieds Hans-Heinrich Schmid als Grundstücksbesitzer und des Hannoverschen Yacht-Clubs. Bei der Neufassung war ein zusätzlicher Teil der Wasserfläche für den Naturschutz gesperrt worden. Ähnliche Pläne verfolgt die Region derzeit auch im Westen des Steinhuder Meeres, wo der Abstand zum Wilhelmstein auf 860 Meter schrumpfen soll.

Von Sven Sokoll

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