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Wunstorf Ortsräte unterstützten Airbus-Ansiedlung am Fliegerhorst
Umland Wunstorf

Wunstorf: Ortsräte unterstützten Airbus-Ansiedlung am Fliegerhorst

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17:05 06.06.2019
Die Ackerflächen um das Baugrundstück wurden auf Kampfmittelrückstände aus dem Weltkrieg untersucht. Quelle: Kathrin Götze
Großenheidorn/Klein Heidorn

Die geplante Ansiedlung von Airbus am Fliegerhorst für die zivile Wartung des Transportflugzeugs A400M ist in den Ortsräten Großenheidorn und Klein Heidorn am Mittwoch auf breite Unterstützung gestoßen. Nur die Vertreter der Grünen stimmten nicht dafür, mit einem Bebauungsplan in den nächsten Monaten die Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Während der Großenheidorner CDU-Politiker Manfred Wentzel von einem „Sechser im Lotto“, sprach, betonte sein Klein Heidorner Parteifreund Jörg Tischler, dass die auftretenden Probleme offenbar gelöst werden können. Für die Großenheidorner SPD lobte Elisabeth Stege das transparente Verfahren.

Luftwaffe hat bald 30 Airbus-Transportmaschinen

Matthias Fink, der bei Airbus für den A400M-Service zuständig ist, berichtete, dass der Fliegerhorst vielleicht noch in dieser Woche die 30. von insgesamt 40 Maschinen bekommen werden. Weil sie alle zwei Jahre für drei Monate intensiv gewartet werden müssen, ist klar, dass dafür ausreichend Platz benötigt wird. „Die Luftwaffe wünscht sich dabei die Unterstützung aus der Industrie am Standort, während es beim Eurofighter andersherum läuft“, sagte Fink. Für Airbus sei es Neuland, in dieser Form eine Niederlassung an einem Bundeswehrstandort zu entwickeln.

So soll das Wartungszentrum aussehen Quelle: Stadt Wunstorf

Er betonte, dass das Unternehmen von einem Auftrag der Bundeswehr abhängig sei. Derzeit sei aber nicht absehbar, dass diese noch einen Rückzieher macht. Andere Flugzeugtypen in Wunstorf zu warten, sei aber auch nicht geplant. Der Beginn ist für 2022 geplant. Zu den 300 Beschäftigen, die dort tätig sein werden, zählen auch die rund 70, die Airbus schon bisher auf dem Fliegerhorst hat. Die Personalplanung für die neuen Stellen soll demnächst anfangen.

Grenzen mussten angepasst werden

Auf dem rund 20.000 Quadratmeter großen Gelände sollen zwei Maschinen in einem Hangar und zwei auf dem Vorplatz untergebracht werden. Planer Matthias Reinold berichtete, dass für die Standortwechsel nur alle sechs bis acht Wochen geschleppt wird – aus eigener Kraft sollen die Maschinen sich auf dem Areal nicht bewegen. „Das wird eine schlanke Angelegenheit.“ Triebwerke zu testen soll dort ausgeschlossen werden.

Reinold zeigte, dass die Grenzen des Projekts in letzter Zeit noch leicht verändert wurden, unter anderem weil nicht alle notwendigen Grundstücke zur Verfügung standen. Baureferatsleiter Robert Lehmann betonte aber, dass der Plan nun nur noch Flächen umfasst, für die die Stadt auch schon Zusagen hat. Die geplante Halle hat derzeit eine Höhe von bis zu 38 Metern. Mit einer anderen Statik soll das aber noch verringert werden. Die Ortsratspolitker gaben den Planern noch einmal den Wunsch mit, den Umbau der Kreuzung K 331/K 332 zu einem Kreisverkehr zu untersuchen. Eventuell müsste Airbus sich an den Kosten für den Ausbau beteiligen, wenn die Ansiedlung der Firma zu mehr Verkehrsaufkommen führt.

Auf Nachfrage von Lothar Porcher (Grünen) machte Reinold deutlich, warum der Standort bei Großenheidorn dem alternativen am Stiefelholz vorgezogen wurde. Für Großenheidorn sprechen unter anderem die archäologischen Funde, die Bodenbeschaffenheit, die vorhandenen Altlasten und die Auswirkungen auf den Verkehr. „Am Stiefelholz läge das Zentrum außerdem wie auf dem Präsentierteller in der Landschaft“, sagte Reinold. Grundsätzlich machbar wäre das Projekt dort aber auch.

Parken an der Strandallee wird geordnet

Nach der gemeinsamen Sitzung mit den Klein Heidornern hat der Ortsrat Großenheidorn allein weiter getagt. Dabei ging es unter anderem um das Parkkonzept für die Strandallee, das die Verwaltung im April schon einmal vorgestellt hatte. Mit rund 50 ausgewiesenen Stellplätzen soll das wilde Parken beendet werden, auch Wohnmobile sollte das Parken verboten werden. Das Konzept wurde mit kleinen Korrekturen beschlossen. SPD und Grüne beschlossen mit ihrer Mehrheit aber, dass das Parkverbot für Wohnmobile nur nachts gelten soll. Die CDU war mit einem Antrag gescheitert, bei Regattaveranstaltungen der Segelvereine Ausnahmegenehmigungen zu erteilen.

Von Sven Sokoll

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