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Wunstorf Ortsrat Blumenau kritisiert gefährliche Stellen für Radfahrer
Umland Wunstorf

Wunstorf: Ortsrat Blumenau kritisiert gefährliche Stellen für Radfahrer

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17:00 27.09.2019
Zur Radtour des Ortsrates Blumenau treffen sich Michael Hasenbein (von links), Bernd Schinke, Meike Holste, Dagmar von Hörsten und Wilfried Grove. Später hinzugekommen ist Frank Zülich. Quelle: Rita Nandy
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Blumenau

Die geplante Radtour des Ortsrates Blumenau ist ins Wasser gefallen. Schuld daran waren nicht etwa die nassen Tropfen von oben. Vielmehr haben die eingeladenen Ratsmitglieder die Blumenauer allein im Regen stehen gelassen. Kein einziges war am Donnerstagnachmittag am Treffpunkt in Liethe erschienen.

Schild statt Sanierung: Bei Kanalreinigungsarbeiten ist die Kante des Weges an der Leinechaussee beschädigt worden. Quelle: Rita Nandy

Schild statt Sanierung

Die Enttäuschung bei den Organisatoren war sichtbar groß. Da sie die Strecke von der Leinechaussee bis zur Manhorner Straße bestens kennen, wandelten sie kurzerhand die Tour zu einer Diskussionsrunde im Trockenen um. An dieser nahm der Liether Wilfried Grove teil. Ortsbürgermeisterin Dagmar von Hörsten fasste die teilweise katastrophale Situation an der rund drei Kilometer langen Strecke zusammen. Die Schäden beginnen bereits vor ihrer Haustür, bei Kanalreinigungsarbeiten seien durch Fahrzeuge der Region die Kanten des Weges beschädigt worden. Statt der erhofften Reparatur stehe dort nun ein Schild „Achtung Radwegschäden“. Ein Stück weiter sorgen Baumwurzeln vor Wegeners Hof für eine Holperpiste. Auf der anderen Seite, bei Kochs Hofladen, müssen sich Radfahrer und Fußgänger einen schmalen Gehweg teilen. Auf einen guten Abschnitt folgt an der Manhorner Straße wieder ein schlechter.

Bei Kanalreinigungsarbeiten ist die Kante des Weges an der Leinechaussee beschädigt worden. Quelle: Rita Nandy

Unkenntnis führt zu brenzligen Situationen

Dort sei das Problem, dass einige Autofahrer offenbar das Schild „Fußweg – Radfahrer frei“ nicht kennen. „Mich hat ein Autofahrer überholt, scharf geschnitten und wild gestikulierend auf das Schild gezeigt“, berichtet von Hörsten: „Ich darf auf der Straße fahren.“ Der Radfahrer hat die Wahl zwischen Gehweg und Straße. Ortsratsmitglied Bernd Schinke ärgert sich, dass dieses Schild nun auch an der Blumenauer Straße steht. Dort gab es zuvor einen Radweg. „Radwege werden abgebaut“, kritisiert er. Autofahrer seien oftmals nicht bereit, mit Radlern die Straße zu teilen.

„Gerade wo alle über Klimawandel sprechen, werden Radwege abgewertet“, ergänzt Meike Holste. Von Hörsten fügt an, dass die Region innerorts nur noch Radschutzstreifen auftrage. So einen soll auch die Ortseinfahrt erhalten. „Man sollte überlegen, ob es innerorts sinnvoll ist, nur noch einen Pott Farbe in die Hand zu nehmen“, sagt Schinke. „Ein Autospiegel hätte mir beinahe den Lenker weggerissen“, berichtet Frank Zülich. Der Fahrer sei beim Überholen direkt auf der Schutzlinie gefahren. Um die Sicherheit zu erhöhen, schlägt Schinke vor, Schutzstreifen an Tempo 30 zu koppeln. „Das wird schwer durchzusetzen sein“, weiß er. „Aber es wäre konsequent“, findet Holste.

Kein Radweg: Die Ortsdurchfahrt Liethe. Quelle: Rita Nandy

Bedarfsampel statt Zebrastreifen

Als Alternative zum Schutzstreifen an der Ortsdurchfahrt nennt sie auf Nachfrage von Grove den Vorschlag des Ortsrates: An der Von-dem-Bussche-Allee müssten zwei Rotdorne entfernt werden, dann wäre dort ausreichend Platz für einen Radweg. Ob die Region darauf eingeht, wird sich zeigen. „Sie waren schon da und haben gemessen“, sagt die Ortsbürgermeisterin. Statt eines Zebrastreifens in Höhe Kastanienallee soll es als preiswertere Alternative eine Bedarfsampel geben. Das notwendige starke Ausleuchten eines Zebrastreifens verursache höhere Kosten.

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