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Wunstorf Parken soll einen Euro pro Stunde kosten
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Wunstorf: Parken soll einen Euro pro Stunde kosten

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17:00 23.11.2019
Auch auf dem Parkplatz Bruchdamm soll die Tagesgebühr steigen. Quelle: Sven Sokoll
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Wunstorf/Steinhude

Die Zielmarke ist klar, jetzt hat die Verwaltung die Details zur Erhöhung der Parkgebühren in Wunstorf und Steinhude vorgelegt. Hintergrund sind die Bestrebungen der Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP, den Wegfall der Straßenausbaubeiträge auf diese Weise zu kompensieren.

Die Verwaltung hat bereits Gutachten in Auftrag gegeben, wie sie den Verkehr in Wunstorf und Steinhude mit dem Instrument Parkgebühren lenken kann. Wenn die Ergebnisse vorliegen, sollen sie zur Grundlage neuer Parkraumbewirtschaftungskonzepte werden. Bisher wartet die Stadt aber noch darauf.

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2 Euro mehr am Bruchdamm

Um im nächsten Jahr aber schon zu den angestrebten Mehreinnahmen von 100.000 Euro zu kommen, will sie die Sätze zum 1. Januar 2020 schon einmal erhöhen. So sollen in einem ersten Schritt die Parkgebühren überall auf einen Satz von einem Euro pro Stunde verdoppelt werden. Ausnahme ist der Touristen-Parkplatz am Bruchdamm, wo die Nutzer künftig 5 statt 3 Euro für einen Tag berappen müssen.

Die Stadt bemüht sich, die Parkgebühren in den anderen Bereichen künftig stärker an die tatsächliche Zeit anpassen zu können. So ist in Wunstorf auf den Parkplätzen Am Alten Markt und am Nordwall schon ein Echtzeitparken möglich, bei dem vor der Ausfahrt abgerechnet wird. Weil dafür EC-Karten mit Geldkartenfunktion notwendig sind, die zum Teil bei neuen Karten nicht mehr vorgesehen ist, prüft die Verwaltung eine Abrechnung über das Handy. In Steinhude kann an der Straße Unter den Hestern bisher nur ein Schein für zwei bis vier Stunden erworben werden. Auch dort sollen die Autofahrer künftig einen Betrag entrichten können, der ihrer tatsächlichen Parkzeit besser entspricht.

Sowohl in Wunstorf als auch in Steinhude ändern sich die Zeiten nicht, zu denen Parkgebühren entrichtet werden müssen. Die Anwohnerparkausweise in Steinhude werden künftig auch noch nach den gleichen Regeln ausgestellt.

Kleine Münzen werden nicht mehr akzeptiert

Im Lauf dieses Jahres hat die Stadt eine Firma beauftragt, die Automaten im Stadtgebiet zu leeren. Damit mit den neuen Gebühren nicht häufiger geleert werden muss, plant die Verwaltung, künftig keine 5-, 10- und 20-Cent-Münzen mehr anzunehmen.

Für die nächste Phase ab 2021 hat die Verwaltung in den Haushaltsberatungen gerade auf Initiative der Mehrheitsgruppe festgeschrieben, dass die Parkgebühren in jedem Jahr 470.000 Euro mehr als bisher für den städtischen Etat einbringen sollen.

Über die Änderungen sprechen die Ortsräte Wunstorf und Steinhude beide am Mittwoch, 27. November, 18 Uhr. Die Wunstorfer Politiker tagen im Rathaus, die Steinhuder im evangelischen Gemeindehaus.

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Von Sven Sokoll

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