Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wunstorf Parkgebühren: Zweiter Schritt vor dem ersten?
Umland Wunstorf

Wunstorf: Parkgebühren: Zweiter Schritt vor dem ersten?

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:04 28.11.2019
Für den Parkplatz an der Badeinsel wünscht der Ortsrat sich andere Regeln. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf/Steinhude

Die geplante Erhöhung der Parkgebühren ist am Mittwoch in den Ortsräten Wunstorf und Steinhude diskutiert worden.

Wunstorf sieht Anhebung der Parkgebühren als notwendig an

In Wunstorf sind die Mitglieder des Ortsrats generell der Meinung, dass eine Anhebung der Gebühren notwendig ist. Kritik gab es jedoch daran, dass das Parken teurer werden soll, ohne dass das Verkehrsgutachten von der Stadt vorliegt. „Wir machen den zweiten Schritt vor dem ersten“, monierte Nicolai Balzer (CDU). Die Christdemokraten sähen allerdings ein, dass eine moderate Anpassung fällig sei. Die Einnahmen sollten besser nicht im allgemeinen Haushalt versickern, sondern mit dem Geld sollte weiterer Parkraum geschaffen werden.

Innenstadtnahe Parkplätze sollten teurer sein als weiter entfernt liegende. „Wir wissen noch nicht, wo wir hinwollen, aber wir erhöhen erst einmal die Gebühren“, monierte Andreas Niepel. Wenn das sogenannte Echtzeitparken eingeführt werden sollte, dann müsste die Parkdauer zeitlich begrenzt werden, schlägt der AfD-Politiker vor. Ansonsten befürchte er, dass das Langzeitparken begünstigt werde.

Höhere Parkgebühren statt Anliegerbeiträge

Die SPD erhofft sich durch das noch ausstehende Gutachten der Stadt Vorschläge, die den Verkehr in der Stadt steuern. „Wir wollen eine Belebung der Innenstadt, aber nicht durch Autos“, sagt Fraktionsmitglied Kirsten Riedel. Der derzeitig niedrige Preis von 25 Cent pro Stunde führe dazu, dass viele Flächen als Dauerparkplätze genutzt werden. Die Ortsratsmitglieder einigten sich darauf, die Vorlage der Verwaltung als beraten anzusehen. Kontaktbeamtin Marita Baciulis wies darauf hin, dass mit den Mehreinnahmen durch die Parkgebühren der Ausfall der Anliegerbeiträge durch die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung kompensiert werden soll. Dies sei notwendig, damit die Kommunalaufsicht keinen Widerspruch gegen die Abschaffung einlegt.

Handy-Zahlen ist die Zukunft

In Steinhude kam von keiner politischen Seite grundsätzliche Kritik an den steigenden Gebühren. Thorben Rump (FDP) erinnerte aber daran, dass der Ortsrat eigentlich für alle Bereiche des Ortes eine einheitliche Zeit wollte, in der Gebühren fällig werden. Entsprechend beschloss das Gremium, überall mit dem Zeitraum von 9 bis 18 Uhr zu arbeiten. Rump bezweifelte auch die Annahme der Verwaltung, dass die Automaten bei jedem neuen Tarif für 10.000 Euro umgerüstet werden müssen. Das will Tiefbauleiter Martin Meinborn noch einmal überprüfen lassen. Einhellig begrüßten die Fraktionen auch, dass die Verwaltung sich mit der künftig ausrangierten Geldkarte als Zahlungsart nicht mehr beschäftigen muss. Die Fachleute sollten besser das Zahlen per Handy voranbringen.

Kurzzeitparken an der Badeinsel

Christiane Schweer wies darauf hin, dass die höchste Parkdauer von zwei Stunden an der Badeinsel nicht ausreicht, um auf der Insel entspannt zu baden. „So provozieren wir auch zusätzlichen Suchverkehr, wenn die Besucher ihre Autos deshalb woanders abstellen wollen“, sagte sie. Der Ortsrat beschloss daher, die Frist auf vier Stunden wie in anderen Bereichen Steinhudes zu erhöhen. Bernd Wischhöver (AfD) schlug daraufhin vor, zwei der Stellplätze dort zum Kurzparken für 30 Minuten auszuweisen. Diese könnten genutzt werden, wenn jemand nur gebracht werden soll. Auch das fand eine Mehrheit.

Zum Parken in Steinhude berichtete Tiefbauleiter Meinborn zudem, dass der städtische Baubetriebshof bis zur nächsten Saison neue Kurzzeitparkplätze für Besucher der Tourist-Info im Scheunenviertel schaffen will. Das hat der Ortsrat schon länger gefordert.

Lesen Sie auch

Von Rita Nandy und Sven Sokoll

Der untaugliche Schaumbeton, der in die Straße Lütjen Deile eingebracht worden ist, soll nach dem Willen von Anliegern und Politikern komplett ausgetauscht und nicht nur saniert werden. Das war das Meinungsbild im Ortsrat Steinhude am Mittwochabend.

28.11.2019

Zum 1. Advent starten in den Ortsteilen von Wunstorf die lebendigen Adventskalender. Erstmals beteiligt sich auch Bokeloh und die Kolenfelder schmücken ihren Tannenbaum. Eine Übersicht über den kommenden Sonntag.

28.11.2019

Rund 800 Kinder haben am Mittwoch zwei Vorstellungen von „Die Schöne und das Biest“ des Theaters für Niedersachsen (TfN) im Stadttheater erlebt – und waren begeistert.

27.11.2019