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Wunstorf Planschbecken im Freibad Bokeloh ist wieder geöffnet
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Wunstorf: Planschbecken im Freibad Bokeloh ist wieder geöffnet

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18:00 23.07.2019
Christoph van Bebber, Geschäftsführer der Bäderbetriebe Wunstorf, ist froh, dass das Planschbecken im Freibad Bokeloh nach der Sanierung wieder nutzbar ist. Quelle: Anke Lütjens
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Bokeloh

Fröhlich saust der fast zweijährige Murat die Rutsche hinab, planscht anschließend im Kinderbecken des Freibades Bokeloh. Er war am Dienstagvormittag der Erste im wiedereröffneten Planschbecken. Das konnte im vorigen Jahr gar nicht genutzt werden und war wegen eines Schadens geschlossen. „Vor zwei Jahren ist das Becken im hinteren Bereich abgesunken, und Wasser lief aus. Das war auch im Nichtschwimmerbecken der Fall“, sagte Christoph van Bebber, Geschäftsführer der Bäderbetriebe Wunstorf. Das Becken war komplett unterspült.

Arbeiten folgen dem Sanierungskonzept

Aufwendige Überprüfungen im Untergrund des Planschbeckens und eine genaue Planung der erforderlichen Arbeiten waren nötig, um die Situation langfristig zu verbessern. Schwimmmeister Jörg Hanke vermutet, dass Bewegungen im Untergrund in dem aufgeschütteten Bereich die Ursache für die Absenkungen waren. Die Sanierung des Planschbeckens und des Nichtschwimmerbeckens waren die ersten Projekte aus dem Sanierungskonzept für das Freibad Bokeloh, die umgesetzt wurde. Das Konzept wurde von der Firma Purena, einem Wasserversorger, erstellt.

Der kleine Murad (1) ist der erste Badegast im frisch sanierten Planschbecken des Freibads Bokeloh. Quelle: Anke Lütjens

Beckenrand und Folie erneuert

„Wir haben im hinteren Bereich des Planschbeckens fünf Zentimeter Beckenrand mit Beton neu aufgebaut, um einen gleichmäßigen Überlauf zu gewährleisten“, sagte van Bebber. Auch die Folie sei komplett erneuert worden. Zuvor waren Punktfundamente in einer Tiefe von mehreren Metern gesetzt worden. Das Planschbecken wurde mit Beton und Moniereisen neu gegründet. „Dadurch ist es ausgeglichen und gleichmäßiger im Überlauf“, erklärte Hanke. Probleme bereitete die alte Substanz des 1972 erbauten Bades. Außerdem liegen die Rohre in Beton, was einen großen Aufwand bei der Sanierung erforderte.

Gummidüsen mussten ausgewechselt werden

„Im Nichtschwimmerbereich hatten wir schon 1998 das gleiche Schadensbild“, sagte Hanke. Man wisse nie, was noch komme. Weitere Absenkungen gelte es zu verhindern, betonte van Bebber. „Wir wollen das Bad so lange wie möglich betreiben und hoffen, dass keine weiteren Schäden eintreten“, sagte er. Auch in die Technik des Freibads haben die Bäderbetriebe investiert. Unter anderem wurden die Filter geleert und inspiziert. Dabei zeigte sich, dass die Filterdüsen alle hinüber waren. 1900 Gummidüsen mussten ersetzt werden. „Auf weit mehr als 300.000 Euro“ schätzt van Bebber die Ausgaben für diese Arbeiten, wegen der das Bad fünf Wochen später als ursprünglich geplant eröffnet hatte. Für das nächste Jahr haben die Bäderbetriebe weitere Arbeiten auf dem Zettel. Dann geht es vor allem um technische Anlagen wie Pumpen und die Chlorgasanlage.

Warmes Wasser gibt es noch vier bis fünf Jahre fürs Bad

Die Bokeloher sorgen sich um den Fortbestand des Freibades und haben daher einen Förderverein gegründet. Im Ortsrat hatte der zweite Geschäftsführer der Bäderbetriebe, Andreas Saars, deutlich gemacht, dass das Bad aus technischen Gründen ohne die Warmwasserzufuhr des Kaliwerks nur schwer zu betreiben sein wird. Das Kaliwerk K+S hat das warme Wasser bislang für die nächsten vier bis fünf Jahre zugesagt.

Von Anke Lütjens

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