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Wunstorf Serie: An vielen Stellen ist Radfahren gefährlich
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Wunstorf: Serie Radfahren An vielen Stellen ist Radfahren gefährlich

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09:59 05.08.2019
Gefährlich: An der Nienburger Straße müssen Radler vom Schutzstreifen vor dem Fußgängerüberweg links auf den Geh-/Radweg wechseln. Quelle: Rita Nandy
Wunstorf

Bei schönem Wetter macht das Fahrradfahren besonders Spaß. Da lassen viele das Auto stehen und fahren mit dem Rad zur Arbeit. Doch nicht überall ist Radfahren problemlos möglich. Gefährlich wird es beispielsweise an der Luther Sternkreuzung. Der Radweg an der Hauptstraße endet am Fußgängerüberweg Adolf-Oesterheld-Straße. Von dort an müssen Radfahrer auf der Straße fahren, und sie haben zeitgleich mit den Autofahrern Grün. Das Problem wird aber erst bei Dunkelheit deutlich: Gerade Verbindungen von Ortsteilen – wie von Bokeloh nach Wunstorf oder von Klein Heidorn nach Großenheidorn – sind unbeleuchtet.

Verwaltung soll Verkehrssituation überprüfen

Bekannt ist dringender Handlungsbedarf bereits an verschiedenen Stellen der Stadt. Darauf haben Vertreter der Parteien bereits hingewiesen. Eine sichere Wegeführung an der Kreuzung Neustädter Straße/Klein Heidorner Straße in Richtung Ortsausgang wünscht sich etwa die CDU. Beim Umbau sei die Situation für Radfahrer „verschlimmbessert“ worden, schreibt die Fraktionsvorsitzende Christiane Schweer. Die Partei habe daher den Antrag im Bauausschuss gestellt, dort die Verkehrssituation zu überprüfen.

Für die Neustädter Straße fordert die FDP zudem eine Verlängerung des Radwegs bis zum Tierheim sowie kürzere Wartezeiten für Fußgänger und Radfahrer, unter anderem an der Ampel am Eispavillon an der Südstraße. Ebenso fehle ein Radweg an der Hindenburgstraße zum Bahnhof, meinen die Liberalen. Auch die Strecke zwischen Blumenau nach Liethe sei in einem schlechten Zustand, und für die Überquerung der Blumenauer Straße gebe es keine Absenkung. Weiteres Problem aus Sicht der FDP: Wenn ein Radfahrer von Luthe aus die Nienburger Straße in Richtung Blumenau fährt, muss er vor dem Fußgängerüberweg vom Fahrradschutzstreifen nach links auf den Geh-/Radweg wechseln. „Das ist sehr gefährlich“, schreibt FDP-Sprecher Thorben Rump. Auch gibt es ab der Luther Sternkreuzung in Richtung Dorfkern beidseitig keinen Radweg.

Radler müssen Mut an der Südstraße beweisen

Die SPD kritisiert allgemein zu enge Fuß- und Radwege, die gefährliche Situationen mit sich brächten. Dringenden Handlungsbedarf sehen die Grünen an der Südstraße. „Da gehört schon viel Mut dazu, den Radstreifen zu benutzen“, urteilt Fraktionssprecherin Anne Dalig. Auch die Benutzung des Frachtweges von Liethe nach Klein Heidorn oder in die Kernstadt sei kaum zu verantworten. Die AfD kritisiert die vielfach nicht ausreichende Qualität der Radwege. „Vordringlich ist es, vorhandene Radwege wieder herzurichten, damit die Akzeptanz zur Benutzung der Radwege allgemein wieder steigt“, schreibt der Fraktionsvorsitzende Bernd Wischhöver.

Wunstorf Politiker nennen in ihrer Stellungnahme zum Thema Radfahrer einige Gefahrenstellen in Wunstorf. Nicht immer ist die Stadt, sondern manchmal auch die Region Hannover, für diese verantwortlich.

Die Leser sind gefragt

Auch von unseren Lesern möchten wir wissen: Wo sehen Sie im Radwegenetz der Stadt noch Verbesserungsbedarf? Wo gibt es unsinnige Regelungen, wo fehlen geeignete Wege, und wo sind sie dringend sanierungsbedürftig? Rufen Sie uns tagsüber unter (0 50 31) 77 90 14 an oder schicken Sie eine E-Mail an wunstorf@haz.de.

Serie zum Thema Radfahren

Wunstorf ist eine fahrradfreundliche Stadt mit zahlreichen Radlern. Um Autofahrer zum Umsteigen auf das Fahrrad zu bewegen, muss sich jedoch noch einiges ändern. In einer losen Serie beleuchten wir verschiedene Aspekte des Fahrradfahrens, geben Sicherheitstipps und machen Vorschläge für eine Radtour. In diesem Teil nennen Politiker Punkte, an denen dringender Handlungsbedarf besteht.

Von Rita Nandy

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