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Wunstorf So schön feiert der Großenheidorner Posaunenchor 150. Geburtstag
Umland Wunstorf

Wunstorf: So schön feiert der Großenheidorner Posaunenchor 150. Geburtstag

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19:13 22.09.2019
Rund 60 Bläser schaffen beim Zeltgottesdienst zum 150. Geburtstag des Posaunenchores Großenheidorn eine beeidruckende Klangkulisse. Quelle: Mario Moers
Großenheidorn

Es war eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln. Vor 300 Besuchern hat der Posaunenchor Steinhuder Meer-Großenheidorn am Freitag sein 150-jähriges Bestehen im Festzelt auf der Pfarrwiese gefeiert. 1869 wurde der Chor gegründet, um die Mission der Erweckungsbewegung bei Zeltgottesdiensten musikalisch zu unterstützten. Seitdem sind diese Freiluft-Feiern selten geworden und weitgehend in Vergessenheit geraten. Am Sonntag konnten die Besucher des Bläsergottesdienstes erleben, wie es damals gewesen ist. Als über 60 Bläser klangmächtig das kleine Festzelt beschallten, konnte man leicht Gänsehaut bekommen. Die Stimmung, die aufkommt, wenn das Jubiläumsorchester die „Highland Cathedral“ bläst, ist erhaben. Youtube-Kommentatoren würden es heute wahrscheinlich als „episch“ beschreiben.

Zum 150. Geburtstag des Posaunenchores Steinhuder Meer-Großenheidorn spielen rund 60 Bläser bei einem Zeltgottesdienst.

Ein Pastor erinnert sich

Einer, der die Nachwirkungen der Erweckungsbewegung noch selbst erlebt hat, ist der ehemalige Großheidorner Pastor Wilhelm Thürnau. „Die Zeltmission fand bis 1962 regelmäßig in dem Wäldchen Unter den Heestern statt, hinter dem heutigen Kindergarten“, sagt er. Als er selbst nach Großenheidorn kam, waren die Freiluftgottesdienste bereits Geschichte. „Die letzten missionsbewegten Menschen sind in der Zeit gestorben“, sagt Thürnau. „Die Zeltmission wurde langsam zur verklärten Historie.“ Als er 1987 als Pastor in den Ort kam, bekam er allerdings die Beharrlichkeit der Laienbewegung zu spüren. „Die Gemeinde hier war nach wie vor sehr eigenständig und selbstbewusst. Sie hielten an der Idee fest, dass die Pastoren nicht wichtiger sind als die Gemeindemitglieder“, erzählt Thürnau. Und auch im Posaunenchor lebt die Geschichte der Erweckungsbewegung bis heute fort.

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Von Mario Moers

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