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Wunstorf Sozialer Kleiderladen der Diakonie hat neue Leiterin
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Wunstorf: Sozialer Kleiderladen der Diakonie hat neue Leiterin

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19:39 29.01.2020
Kirchenkreissozialarbeiter Reiner Roth begrüßt die neue Leiterin des Sozialen Kleiderladens, Sabine Klusmann-Wiehe. Quelle: Sven Sokoll
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Wunstorf

Der Soziale Kleiderladen an der Mittelstraße hat eine neue Leiterin. Die Diakonie als Trägerin muss künftig auf die Dienste von Ingelore Westhoff verzichten, die aus privaten Gründen aufhören wollte. Westhoff hat den Kleiderladen vor neun Jahren mitgegründet und seitdem geleitet.

„Wir sind ihr sehr dankbar für ihre Arbeit“, sagte Kirchenkreis-Sozialarbeiter Reiner Roth. Er ist aber zuversichtlich, eine gute Nachfolgerin gefunden zu haben. Sabine Klusmann-Wiehe hat zum Jahresbeginn die Stelle angetreten, in der vergangenen Woche wurde Westhoff verabschiedet.

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Diakoniepastor Harald Gerke und Ladenleiterin Ingelore Westhoff danken bei der Neueröffnung 2018 den Ehrenamtlichen mit Blumen. Quelle: Sven Sokoll (Archiv)

Für die 52-jährige Klusmann-Wiehe kommen bei der neue Aufgaben zwei ihrer bisherigen Interessen zusammen: Die gelernte Sozialarbeiterin aus Hannover hat in den vergangenen Jahren einen Kostümverleih betrieben und so auf andere Weise mit Kleidern und Vertrieb zu tun gehabt. „Ich finde toll, was Frau Westhoff hier in den vergangenen Jahren aufgebaut hat und will es erstmal in diesem Sinne weiterführen.“ Sie kann sich vorstellen, mittelfristig vielleicht noch einen stärkeren Akzent auf Nachhaltigkeit zu setzen.

30 Ehrenamtliche im Team

Der Diakonieverband ist froh, dass er die Arbeitszeit um ein paar Stunden aufstocken konnte, sodass es jetzt eine Halbtagsstelle gibt. Den Grundstock des Teams bilden aber 30 Ehrenamtliche, dazu kommen eine geringfügig Beschäftigte und Arbeitsgelegenheiten für fünf Langzeitarbeitslose.

VHS scheidet als Träger aus

Da die Volkshochschule Hannover-Land als Träger künftig ausscheiden soll, wollen die Betreiber demnächst auf das Jobcenter zugehen. „Dieses Angebot vor allem für Frauen war von Anfang an ein Grundbaustein für das Konzept. Wir müssen zumindest klären, wie es damit weitergehen kann“, sagte Kirchenkreis-Sozialarbeiter Roth.

Im Sommer 2018 musst die damalige Leiterin Westhoff einen Umzug organisieren, weil der Vermieter in der Ladenzeile neben Marktkauf an der Hagenburger Straße einen Umbau plante. Seitdem nutzt der Laden Geschäftsräume an der Mittelstraße, allerdings mit kleinerer Fläche.

Neuer Standort ist etabliert

Auch wenn es eine Weile gebraucht habe, werde der neue Standort nun gut angenommen. „Es ist ja auch ein Vorteil, dass die Leute direkt aus der Innenstadt zu uns kommen können“, meint die neue Leiterin. Ungebrochen ist die große Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung, für die die Diakonie dankbar ist.

Wünschenswert wäre für Roth, die Teile der Sortiments, die nach dem Umzug wegen der kleineren Fläche weggefallen sind, künftig wieder anbieten zu können. Dazu zählt etwa Spielzeug. Einen Rückzug in die alten Räume hält er derzeit aber nicht mehr für realistisch, ein Umbau hat dort noch nicht begonnen. Wenn das Team Sachspenden bekommt, für die es selbst keinen Platz hat, gibt es sie aber auch an andere Einrichtungen weiter.

Kassenbons als Herausforderung

Eine andere Herausforderung ist die neue Kassenbonpflicht auch für den Sozialen Laden. Derzeit müssen die Mitarbeiter fleißig Quittungen schreiben, demnächst soll dann eine richtige Kasse auf im Laden stehen.

Das Geschäft an der Mittelstraße 9a ist wochentags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, mittwochs und sonnabends bis 13 Uhr.

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Von Sven Sokoll

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