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Wunstorf Neues Gutachten: Ist das Gasthaus Blumenau doch noch zu retten?
Umland Wunstorf

Wunstorf: Stadt gibt neues Gutachten für Gasthaus Blumenau in Auftrag

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19:25 09.09.2019
Das ehemalige Gasthaus steht unter Denkmalschutz. Dennoch droht ihm der Abriss. Quelle: Christiane Wortmann
Blumeau

Neue Hoffnung für die Initiative zur Rettung des denkmalgeschützten Gasthauses Blumenau: Die Stadt will ein Gegengutachten erstellen lassen. Das hat Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt jetzt dem Ortsrat und Ortsbürgermeisterin Dagmar von Hörsten mitgeteilt. Und deren Unterstützung ist ihm sicher: Sie stünden einstimmig hinter dem Erhalt des dorfprägenden Gebäudes, sagte von Hörsten auf Nachfrage.

Stadt ändert ihre Pläne

Das Gutachten, das Gasthaus-Eigentümer Wilhelm Mensching in Auftrag gegeben hatte, war zu dem Schluss gekommen, dass sich eine Sanierung des maroden Fachwerkgebäudes nicht lohne. Das Objekt befinde sich in einem desolaten Zustand und sei abrissreif. Die Bürgerinitiative hatte die Expertise des Ingenieurbüros Kindereit jedoch angezweifelt und ein zweites Gutachten gefordert.

Die Stadt hatte zunächst abgewunken, sich nun aber offenbar anders entschieden. Sie erhoffe sich von dem neuen Gutachten eine klarere Aussage zum Denkmalschutz, sagt Stadtsprecher Alexander Stockum. Die Frage sei, ob die vorhandene Bausubstanz in irgendeiner Form erhaltungswürdig ist. Die Stadt habe den Eigentümer um seine Einwilligung gebeten, einen Gutachter in sein Haus zu lassen. Die Antwort stünde aber noch aus.

Trägerverein kann Projekt nicht alleine realisieren

Seit Februar kämpfen die Ortsbürgermeisterin, Hajo Arnds und Edelgard Arnds-Marei für den Erhalt des 350 Jahre alten Gasthauses an der Ecke Manhorner Straße/Leinechaussee. Sie wollen dem seit Jahren leer stehenden Gebäude neues Leben einhauchen. Auf einer gut besuchten Informationsveranstaltung stellten sie im März ihr Anliegen vor. Seitdem treffen sich rund ein Dutzend Aktive regelmäßig zum Stammtisch. Die nächste Zusammenkunft ist für Mittwoch, 11. September, ab 19 Uhr im Bürgerhaus Zum Alter Fritz an der Leinechaussee geplant.

Dort soll auch über die Bitte des Bürgermeisters beraten werden, der sich eine symbolische Beteiligung der Initiative an den Kosten von 3200 Euro für das Gutachten wünscht. Nach ihren Plänen soll ein kulturelles Zentrum, das von Vereinen und Institutionen über die Dorfgrenzen hinaus genutzt werden könnte, entstehen. Für die Sanierung seien Workshops zum Umgang speziell mit alten Gemäuern denkbar. Durch Eigenleistung könnten Kosten gespart werden. Arnds weiß aber auch, dass ein Trägerverein dies allein nicht stemmen könnte. Für den Erwerb des Grundstücks und die Sanierung müsste die Stadt einspringen. Fast 300 Unterstützer des Projekts hätten bereits auf Listen unterschrieben, freut sich von Hörsten über den Rückhalt.

Für Oktober ist ein Fest mit Musik geplant

Eine erste Aktion, ein erfolgreiches Nachbarschaftsfest, haben die Blumenauer gemeinsam mit dem Schützenverein und der Feuerwehr im Mai zum europäischen Nachbarschaftstag auf die Beine gestellt. Für den 19. Oktober ist ein Fest mit Musik auf dem Schützenplatz geplant. Im Dezember soll es ein Adventssingen geben, im neuen Jahr eine Lesung.

Von Rita Nandy

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