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Wunstorf 1000 neue Wohnungen sollen in Wunstorf entstehen
Umland Wunstorf

Wunstorf: Stadt schafft mehr Wohnraum als Regionales Wohnraumkonzept vorsieht

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18:50 04.10.2019
Bis 2025 sollen rund 1000 neue Wohneinheiten in Wunstorf entstehen.Dazu zählt auch hochpreisiger Wohnraum auf dem Gelände der ehemaligen Mühle Langhorst. Quelle: Rita Nandy (Archiv)
Wunstorf

Die Bauverwaltung hat reichlich zu tun. „Wir haben derzeit so viele Bauverfahren in Bearbeitung, wie seit Jahren nicht mehr, vor allem im Bereich Neubau“, sagt Baureferatsleiter Robert Lehmann nach der Bauausschusssitzung. Am Dienstagabend hatten Mitarbeiter der Region Hannover deren Wohnraumkonzept vorgestellt. Das konstatiert bis 2025 im Raum Wunstorf einen Bedarf an 760 zusätzlichen Wohnungen. Dazu zählen auch 150 Sozialwohnungen.

Bis 2025 könnten 1000 Wohneinheiten entstehen

Allein an Mehrfamilienhäusern könnten bis zu 500 neue Wohnungen entstehen, sagt Lehmann. Diese werden beispielsweise am Plantagenweg, an der Mühle Langhorst, der Sölterkreuzung und am Fischerweg in Steinhude geschaffen. Hinzu kommen Einfamilienhäuser im Gebiet Wunstorf-Süd-V. Darüber hinaus ist ein weiteres Neubauprojekt in Steinhude geplant, bis 2025 sollen auch Baulücken geschlossen werden. Laut Prognose der Stadt kämen dadurch weitere 500 Wohneinheiten hinzu. „Somit liegen wir oberhalb der Zielzahl der Region“, sagt der Baureferatsleiter.

Wunstorf profitiert nicht von Wanderungsbewegung

Im Regionsvergleich liege Wunstorf dennoch unter dem Durchschnitt, sagte Isabell Kurz aus dem Bereich Wohnraumförderung bei der Region. Allerdings wächst die Bevölkerung in Wunstorf auch langsamer als anderswo in der Region. Wunstorf profitiere wenig von einer Wanderungsbewegung aus Hannover. 60 Prozent der Einwohner lebten in Ein- oder Zweifamilienhäusern, 40 Prozent in Mehrfamilienhäusern. Es bestünde im Regionsvergleich ein erhöhter Bedarf an größeren Wohnungen. Ältere Ein- und Zweifamilienhäuser seien preiswerter erhältlich. Mit 2150 Euro pro Quadratmeter für Neubauten liege der Preis im Durchschnitt.

Regionsmitarbeiterin Isabell Kurz stellt das Wohnraumkonzept der Region Hannover vor. Quelle: Rita Nandy

Kaufpreise steigen in astronomische Höhen

Mit einer Wohnbauprämie will die Region Kommunen unterstützen. Diese im vergangenen Jahr geschaffene Förderung sieht 5500 Euro für Mehrfamilienhäuser, 1500 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 3000 Euro zusätzlich für Wohnungen mit Mietpreisbindung vor. Bisher habe es nur einen Antrag auf Förderung gegeben, der jedoch nicht zustande gekommen sei, erläutert Lehmann auf Nachfrage von Bauausschussmitglied Nicolai Balzer. Durch die Niedrigzinsen seien zudem die Kaufpreise in astronomische Höhen gestiegen, sagt der CDU-Politiker: „Bauen ist unheimlich teuer geworden.“ Anne Dalig von den Grünen ergänzt: „Hier werden sehr hochpreisige Wohnungen gebaut.“ Sie fordert Unterstützung bei der Suche nach Investoren, die in bezahlbaren Wohnraum investieren. Leute mit einem Nettoeinkommen von 1500 bis 1700 Euro seien nicht in der Lage, einen Quadratmeterpreis von 10,50 Euro zu bezahlen. Deshalb fordert Kirsten Riedel vor allem niedrigpreisigen Wohnraum. Die SPD hat dazu ein Konzept für die Wohnbauförderung erstellt.

Münster vergibt Land an Investoren mit geringster Startmiete

Regionsplaner Wolfgang Jung entgegnete, dass derzeit aufgrund der hohen Preise tatsächlich kleiner gebaut werde. Als mögliche Lösung für dieses Problem führte er das Modellprojekt in der westfälischen Stadt Münster an: Neue hochpreisige Wohnprojekte können nur entstehen, wenn 50 Prozent des Grundstücks an die Kommune verkauft wird. Dieses Land gebe die Kommune nur an Investoren mit der geringsten Startmiete weiter. „Das ist eine große Herausforderung, aber der richtige Weg.“ Dort liege kein Wohnraum über 9 Euro pro Quadratmeter, ergänzt seine Kollegin.

Von Rita Nandy

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