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Wunstorf Modernisiertes Vereinsheim: Segler produzieren eigenen Strom
Umland Wunstorf

Wunstorf-Steinhude: Baltische Segler-Vereinigung modernisiert Vereinsheim

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00:16 04.06.2019
Die Baltische Segler-Vereinigung hat die Sanierung ihres Vereinsheims abgeschlossen. Quelle: privat
Steinhude

Die Segler der Baltischen Segler-Vereinigung (BSV) freuen sich über den Abschluss einer umfangreichen Sanierung. Möglich wurde das Projekt durch die Förderung, die der Verein von unterschiedlichen Seiten bekommen hat.

Mit rund 400 Mitgliedern zählen die „Balten“ zu den größeren Vereinen am Steinhuder Meer und sind auch einer der aktivsten. Schon vor mehr als 50 Jahren haben sie ihr Vereinsheim auf dem rund 16.000 Quadratmeter großen Grundstück im Ostenmeer mit viel eigener Arbeit errichtet. Später wurde der Bau mehrmals erweitert. In den vergangenen Jahren mussten regelmäßig kleinere Reparaturen erledigt werden, die den Verein viel ehrenamtlichen Aufwand und Geld kosteten.

Deshalb hat der Vorstand vor zwei Jahren beschlossen, ein Paket mit mehreren großen Renovierungsarbeiten zu bündeln. Dabei verfolgten die Verantwortlichen unter anderem das Ziel, das Gebäude barrierefrei zu gestalten. „Wir haben ältere Mitglieder, die nicht mehr gut Treppen steigen können oder im Rollstuhl sitzen, aber trotzdem am Vereinsleben teilnehmen möchten oder den schönen Ausblick von der Terrasse genießen wollen“, sagt der Vize-Commodore Stefan Andreas.

Verein produziert Strom jetzt selbst

Doch auch die Fassaden und das Dach sollten auf einen modernen Stand gebracht werden, um weniger Energie zu verbrauchen. Das Haus bekam deshalb eine neue Dämmung. Mit der neuen Photovoltaikanlage kann der Verein nicht nur den benötigten Strom selbst herstellen, sondern die Überschüsse davon auch noch ins Netz einspeisen. Erneuert wurden zudem die Außentüren und der Küchenboden der Gastronomie.

120.000 Euro wurden dafür benötigt, das war für die BSV zunächst eine große Herausforderung. Doch größere Zuschüsse dazu kamen aus dem Topf des EU-Leader-Programms sowie von Region Hannover und Stadt Wunstorf. „Ohne diese Mittel wäre das Vorhaben für uns nicht machbar gewesen“, betont Andreas und dankt den Förderern.

Zeit- und Kostenplan wurde eingehalten

Ende 2017 hatten die Segler ihre Anträge gestellt und hatten im Sommer vergangenen Jahres dann alle Zusagen. Doch dann mussten sie sich beeilen, weil die EU-Förderung verfallen wäre, wenn der Umbau länger als bis Ende Juni 2019 gedauert hätte. Und das, wo die Handwerker derzeit so viel zu tun haben. „Wir haben es aber geschafft, sowohl im Zeitplan als auch im Kostenrahmen zu bleiben“, sagte David Thiemann, der die Arbeiten als Bauingenieur für die BSV koordiniert hat. Dafür haben die Mitglieder aber auch viele freiwillige Arbeitsstunden investiert.

Der Vice-Kommodore Andreas berichtet, dass der Vorstand für das Ergebnis schon viele positive Rückmeldungen bekommen hat. Er lädt alle Wassersportler dazu ein, sich selbst ein Bild davon zu machen.

Von Sven Sokoll

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