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Wunstorf Lütjen Deile: Anwohner und Politik wollen Austausch des mangelhaften Betons
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Wunstorf-Steinhude: Lütjen Deile:Anwohner und Politik wollen Austausch des mangelhaften Betons

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13:00 28.11.2019
Der Schaumbeton in der Straße Lütjen Deile in Steinhude ist brüchig. Quelle: Sven Sokoll
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Steinhude

Der Baustopp an der Straße Lütjen Deile hat am Mittwoch viele Anwohner in die Ortsratssitzung kommen lassen. Der erstmals im Untergrund benutzte Schaumbeton ist nach dem Trocknen brüchig, der weiter geplante Aufbau ist derzeit nicht möglich.

Untersuchungsergebnisse der Uni Hannover erwartet

Der Tiefbauleiter der Stadt, Martin Meinborn, bedauert das Problem, sieht die Verantwortung aber bei dem niederländischen Subunternehmer, der den Schaumbeton geliefert hat. „Unser Auftragnehmer selbst hat eine Gewährleistung wegen des nicht regelgerechten Verfahrens auch abgelehnt“, berichtete er. Ein Berater der Stadt ist zu dem Ergebnis gekommen, dass das Material in allen drei entscheidenden von Fachleuten geforderten Kriterien nicht den Vorgaben entspricht. In zwei Wochen erwartet die Verwaltung jetzt auch noch Untersuchungsergebnisse der Universität Hannover.

Firma zu Sanierung bereit

Grundsätzlich soll eine Sanierung aber möglich und die Firma aus den Niederlanden soll auch bereit dazu sein. Ortsrat und Anwohner ließen aber durchblicken, dass sie mit einem kompletten Austausch ein besseres Gefühl hätten. Auf jeden Fall droht jetzt, dass der Einbau der nachfolgenden Schicht mit Asphalt durch Frost behindert wird. Eigentlich sollte diese Schicht vor Weihnachten fertig werden.

Brücken werden vielleicht wieder aufgestellt

Die Entscheidung über die nächsten Schritte soll aber auf jeden Fall sehr sorgfältig abgewogen werden, worum auch der Ortsrat gebeten hat. Weil unklar ist, wie lange die Anwohner noch über den Schaumbeton laufen müssen, kamen bei ihnen Fragen nach der Sicherheit auf. Ihren Vorschlag, die Brücken vom Fußweg zu den Grundstücken wieder aufzustellen, will die Verwaltung deshalb wohlwollend prüfen.

Zu dem Beton, der durch einen nicht abgedeckten Schacht in den Schmutzwasserkanal gelangt ist, berichtete Meinborn, dass zunächst eigentlich ein Verfahren mit Wasser unter hohem Druck getestet worden ist, das den störenden Beton auch wie gewünscht gelöst hat. Der Strahl beschädigte aber auch die Innenverkleidung, die vor ein paar Jahren im sogenannten Inlinerverfahren eingebracht worden ist. Deshalb soll der Beton nun kurzfristig mit einer anderen Technik weggefräst werden, damit das Wasser wieder ungehindert fließen kann.

Von Sven Sokoll

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