Wunstorf-Steinhude: Stadt startet zweite Ausschreibung für Straße Lütjen Deile
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Wunstorf Stadt startet zweite Ausschreibung für Straße Lütjen Deile
Umland Wunstorf Stadt startet zweite Ausschreibung für Straße Lütjen Deile
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00:22 15.04.2019
Die Lütjen Deile soll nun einen Unterbau aus Schaumbeton bekommen. Quelle: Sven Sokoll
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Steinhude

Zwei Straßenausbauten im touristisch genutzten Bereich Steinhudes sind schon länger beschlossen, passiert ist aber weder bei der Lütjen Deile noch bei der Straße Am Knick bisher etwas. Für die Lütjen Deile will die Stadt nun in der nächsten Woche zumindest eine neue Ausschreibung veröffentlichen. Wenn die Erfahrungen mit einem neuen technischen Verfahren dabei positiv sind, soll es dann auch bei der Straße am Schmetterlingsmuseum zum Einsatz kommen.

Die erste Ausschreibung für die Lütjen Deile hatte der Stadt im vergangenen Jahr ein Ergebnis von 1,3 Millionen Euro gebracht – nur die Hälfte dieser Summe hatte die Verwaltung in den Haushalt eingeplant. Ein hoher Kostentreiber war in der Nähe des Steinhuder Meeres, dass viel Torf ausgehoben und entsorgt werden musste. Nun wollen die Straßenplaner auf ein neues Verfahren setzen. Als Basis der neuen Fahrbahn soll im Untergrund nun der leichte Schaumbeton eingesetzt werden. Damit müssen die Bauarbeiter weniger tief auskoffern, so dass auch weniger Torf übrig ist.

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„Wir hatten damit bisher keine Erfahrung und haben uns deshalb Expertise eingeholt“, sagte Stadtsprecher Alexander Stockum. Vor allem in den Niederlanden werde der Schaumbeton schon häufiger eingesetzt, wo der Untergrund ebenfalls häufiger problematisch ist. Die Stadt hofft jetzt, die Kosten vielleicht sogar auf eine Million Euro drücken zu können.

Firmen sollen sich vertraut machen können

Weil auch viele Firmen sich wohl erst mit diesem Bauverfahren vertraut machen müssen, wird die Ausschreibungsfrist etwas länger als üblich sein. „Geplant ist trotzdem, dass der Bau im späten Sommer beginnt“, sagte Stockum. Die politischen Gremien seien informiert worden. Neue Beschlüsse seien aber nicht notwendig, weil sich die Optik an der Oberfläche nicht ändern werde.

Der Ausbau der Straße Am Knick in Steinhude ist zurückgestellt. Quelle: Sven Sokoll

Weil für die Straße Am Knick ähnliche Schwierigkeiten mit dem torfigen Untergrund erwartet wurden, hat die Stadt den Ausbau dort auch zunächst zurückgestellt und noch keine Ausschreibung veröffentlicht. Sie hofft, auch dort zu niedrigeren Preisen kommen zu können, wenn sich der Schaumbeton beim Versuchsballon Lütjen Deile bewährt.

Von Sven Sokoll

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