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Wunstorf „Steinhude platzt aus allen Nähten“: Verkehrsgutachten geht in Auftrag
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Wunstorf: „Steinhude platzt aus allen Nähten“: Verkehrsgutachten geht in Auftrag

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12:11 22.08.2019
Ein Gutachten soll klären, ob ein zusätzliches Parkdeck auf dem Parkplatz Bruchdamm sinnvoll wäre. Quelle: Sven Sokoll
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Steinhude

In der Debatte um die überbordende Verkehrsbelastung für Steinhude hat Mareike Hansing von der Verwaltung dem Ortsrat am Mittwoch die Fragen vorgestellt, die Experten in einem Gutachten abarbeiten sollen. Bis Beginn nächster Woche will der Ortsrat noch Ergänzungen sammeln, dann soll der Auftrag vergeben werden.

Steinhude platzt aus allen Nähten“, sagte Hansing. Deshalb soll zunächst untersucht werden, wo am Ortsrand weitere Parklätze geschaffen werden können und wie sich das insgesamt auf den Ort auswirkt. Die Grünen-Politikerin Isa Liemann sprach sich allerdings dafür aus, keine weiteren Flächen zu versiegeln. Eine Option ist auch, auf dem Bruchdamm-Parkplatz ein Parkdeck zu bauen.

Parkgebühren sind ein Instrument

Der zweite Teil des Gutachtens bezieht sich darauf, wie der Anteil der Autofahrer unter Steinhudes Besuchern verringert werden kann. Damit soll der Ortskern entlastet werden. Ein Ansatz ist, den Busverkehr zu optimieren. Gesucht werden auch positive Beispiele aus anderen Erholungsorten.

Im dritten Teil sollen die Gutachter die Wegweisung im Ort überprüfen, um die Wohngebiete vom Verkehr zu entlasten. Dazu sollen konkrete Änderungsvorschläge vorgelegt werden. Schließlich soll ein Augenmerk auf die Parkgebühren gelegt werden. Nach einer Erfassung des Bestands der Parkplätze wünschen sich Politik und Verwaltung Vorschläge, wie Gebühren sinnvoll gestaffelt werden können.

Wildes Parken wird kontrolliert

Als Untersuchungsgebiet ist der westliche Bereich Steinhudes bis zu den Straßen Am Friedhof und Hafenstraße angegeben worden. Die Ergebnisse sollen die Gutachter nach der Ausschreibung im Januar oder Februar vorstellen.

Hansing teilte auch mit, dass die Stadt an weiteren Themen der langen Liste arbeite, die zusammen aufgestellt wurde. So sind zu Pollern auf der Deichstraße, dem Zugang zum Bereich am Sturmhafenkran und zum Radfahren auf der Bleichenstraße Vorlagen in Arbeit. Im Bereich des Sölterwegs wird die Tempo-30-Zone ausgeweitet. Außerdem will die Verwaltung im September und Oktober beginnen, gemäß der neuen Grünflächensatzung zu kontrollieren. Sie bietet eine Handhabe, gegen wildes Parken auf Wiesen vorzugehen, die dafür nicht gedacht sind.

Veanstaltungen: Ortsrat will mitreden

In der Sitzung im Gemeindehaus hat der Ortsrat außerdem über die Veranstaltungen im Ort diskutiert. „Wir wollen gern im Vorfeld darauf Einfluss nehmen, damit wir Veranstaltungen mit mehr Niveau bekommen, die zum Ort passen“, sagte Christiane Schweer (CDU). Als zweifelhafte Fälle nannte sie die diversen Trödelmärkte, das Wrestling und den Afrikamarkt im Scheunenviertel. Für den Bereich am Hafen wünscht sie sich mehr maritimes Flair.

Walter Sternberg (SPD) wies auch darauf hin, dass die Anwohner des Schützenplatzes nicht überbordend dem Lärm ausgesetzt werden könnten. Christian Rother (CDU) schlug vor, über weitere Sportevents wie den Box-Länderkampf auf der Seebühne nachzudenken.

„Die Verwaltung sollte noch keine Genehmigungen für 2020 erteilen, bevor wir mit ihr darüber gesprochen haben“, bilanzierte Ortsbürgermeister Wilhelm Bredthauer (SPD). Die Wirtschaftsförderung hat auch ihre Bereitschaft signalisiert, den Arbeitskreis zu den Veranstaltungen wieder zu beleben. Bredthauer will dazu jetzt schnell Kontakt aufnehmen.

Beckedorf soll einen Platz bekommen

Diese Fläche soll nach Hermann Beckedorf benannt werden - im Hintergrund ist des Museum des Vereins Steinhuder Meer-Bahn zu sehen. Quelle: Sven Sokoll

Die Ortsgemeinschaft Seeprovinz des Schaumburg-Lippischen Heimatvereins hat vorgeschlagen, eine Grünfläche an der Ecke Braustraße/Mühlenspiegel nach ihrem langjährigen Vorsitzenden Hermann Beckedorf zu benennen. Dieser hatte sich unter anderem dafür engagiert, die Erinnerung an die Steinhuder Meer-Bahn wach zu halten – und das Museum dazu befindet sich jetzt in Sichtweite der ausgewählten Fläche. Der 2012 gestorbene Beckedorf hatte die Eröffnung nicht mehr miterleben können. Der Ortsrat unterstützt das Ansinnen,

Der Ehrenvorsitzende des Schaumburg-Lippischen Heimatvereins der Seeprovinz, Hermann Beckedorf, hier auf einem Archivbild, ist vor sieben Jahren gestorben. Quelle: Röhrkasten

Von Sven Sokoll

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