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Wunstorf Steinhuder Meer: Stadt will nicht mehr Wasserfläche sperren
Umland Wunstorf

Wunstorf: Steinhuder Meer: Stadt will nicht mehr Wasserfläche sperren

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00:16 09.05.2019
Die Stadt möchte nicht, dass die Grenze des Naturschutzgebiets am Westufer näher an den Wilhelmstein heranrückt. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

Eine größere gesperrte Wasserfläche lehnt die Stadt Wunstorf ab, wenn die Region das Naturschutzgebiet Westufer Steinhuder Meer neu ausweist. Im Vorverfahren hat sie allerdings zumindest schon erreicht, dass auf dem Land die zunächst vorgesehen Grenzen um ein Gebiet von etwa 90 Hektar Fläche zurückgenommen wurden. Damit soll auch künftig ausreichend Platz bleiben, um touristische Einrichtungen in Steinhude noch nach Südwesten erweitern zu können.

Bis zum 28. Mai muss Wunstorf seine Stellungnahme zu den Plänen abgeben, deshalb hat die Verwaltung einen Entwurf gefertigt und den Bauausschuss und den Ortsrat Steinhude für nächste Woche zu einer gemeinsamen Sitzung zu dem Thema eingeladen. Die Regionsverwaltung wird dabei ihre Pläne vorstellen.

So soll nach dem Entwurf der Region Hannover die Grenze des Naturschutzgebiets Westufer Steinhuder Meer verlaufen. Quelle: Region Hannover

Mit der neuen Verordnung will die Region die bisherigen Gebiete Meerbruch und Hagenburger Moor zusammenfassen und hat dabei auf dem Wasser noch weitere Flächen dazu genommen. Wunstorf hat nach der Begründung dafür gefragt. Die Region hat dabei betont, dass Pflanzen- und Tierwelt in dem Bereich sehr hochwertig sind und die Schutzziele sich nur mit dem Instrument des strengen Naturschutzgebiets realisieren lassen.

Stadt sieht auch Entwicklung des Wilhelmsteins beeinträchtigt

Auf teilweise bis zu 700 Meter soll die Grenze des Naturschutzgebiets an die Insel Wilhelmstein heranrücken. „Aus Sicht der Stadt Wunstorf darf die Nutzung durch Wassersportler nicht weiter eingeschränkt werden, welches die Attraktivität des Steinhuder Meeres und der gesamten Region deutlich vermindern würde“, schreibt die Verwaltung deshalb im Entwurf ihrer Stellungnahme. Unter den künftigen Bedingungen werde auch noch schwerer, das Angebot auf der Insel auszubauen – so konnte schon bisher nicht durchgesetzt werden, dass dort die Seebühne eine Station einlegt. Auch Nutzerverbände hatten sich schon gegen das größere Naturschutzgebiet ausgesprochen.

Wenn die Erweiterung sich nicht verhindern lassen sollte, fordert die Stadt zumindest, dass Befreiungen leichter erteilt werden können. So soll auch möglich bleiben, Dämme im geschützten Gebiet zu unterhalten, damit das Wasser nicht ausläuft. Die Stadt warnt auch davor, die Regelungen für das Wehr im Meerbach zu verändern, um den Ziel-Wasserstand von 38 Meter weiterhin möglichst halten zu können.

Für den militärischen Flugbetrieb des Fliegerhorstes sieht die Stadt nach den Auseinandersetzungen in den ersten Neuausweisungen jetzt keine Gefahren mehr.

Die Sitzung von Bauausschuss und Ortsrat Steinhude beginnt am Mittwoch, 15. Mai, um 18 Uhr im Forum des Steinhuder Schulzentrums, Meerstraße 10.

Von Sven Sokoll

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