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Wunstorf Rump kritisiert Bürgermeister
Umland Wunstorf Rump kritisiert Bürgermeister
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00:18 03.12.2018
Thorben Rump von der FDP in Wunstorf kritisiert den Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt. Quelle: privat
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Wunstorf

Es sollte sicher kein politischer Abend sein, aber die Eröffnungsrede zum Wunstorfer Weihnachtsmarkt am Montagabend des Bürgermeisters Rolf-Axel Eberhardt hat den Ratspolitiker Thorben Rump dennoch verärgert. In einem Brief an die Leine-Zeitung beschwert sich der FDP-Politiker über die Äußerungen des Statoberhauptes auf die Frage, was sein persönliches Unwort des Jahres sei. Eberhardt scherzte im Dialog mit Vertretern der Werbegemeinschaft und Ortsbürgermeister Thomas Silbermann, dass sein persönliches Unwort des Jahres „Außenstelle Steinhude“ sei. Der Ratsherr und stellvertretende Ortsbürgermeister aus Steinhude, Thorben Rump, kritisiert Eberhardt in einem Brief dafür scharf. „Leider muss ich feststellen, dass dem Bürgermeister in letzter Zeit jegliches Fingerspitzen – und Feingefühl im Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern Wunstorfs zu fehlen scheint“ sagt Rump darin.

Der Begriff Unwort sei ein Schlagwort aus dem Bereich der Sprachkritik und bezeichne ein „unschönes“, aber auch ein „unerwünschtes“ Wort. „Es fühlt sich leider so an, als wenn hier einem auf dem Boden liegenden noch einmal nachgetreten wird. Nicht genug, dass sich hunderte von Steinhuder Eltern im November, nach großem Engagement für die Außenstelle in Steinhude, mit der endgültigen Schließung der Außenstelle abfinden mussten, tritt der Bürgermeister hier noch einmal nach“, erklärt Rump. Eberhardt sei ein guter Verwaltungschef, aber in seiner Funktion als Bürgermeister solle er nach Rumps Meinung auch zum Ende seiner Amtszeit mehr Bürgernähe pflegen und immer ein offenes Ohr für alle Wunstorfer haben.

Von Marleen Gaida