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Wunstorf Transporter stehen bereit: Amazon kann bald loslegen
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Wunstorf: Transporter stehen bereit: Amazon kann bald loslegen

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17:30 10.07.2019
Fahrzeuge stehen längst bereit - Amazon bereitet Betrieb vor. Quelle: Albert Tugendheim
Luthe

Auslieferungsfahrzeuge stehen in der Nähe schon bereit, der weltweit tätige Konzern Amazon möchte noch vor Weihnachten den Betrieb in seinem Verteilzentrum im Gewerbegebiet Süd aufnehmen. Der Genehmigung für Amazon, im ehemaligen Logistik-Zentrum der Firma Lidl an der Adolf-Oesterheld-Straße ein hochmodernes Verteilzentrum zu errichten, steht offenbar nichts mehr im Weg. Allenfalls redaktionelle Änderungen seien noch an den Papieren erforderlich, so hieß es aus der Stadtverwaltung.

Letzte Meile von der Adolf-Oesterheld-Straße

Amazon plant, in dem ehemaligen Lidl-Objekt ein Verteilzentrum für, so heißt es im Jargon, die „letzte Meile“ zu eröffnen. Das bedeutet, dass große Lastwagen Waren anliefern, die mit kleinen Transportern dann zu den Kunden gefahren werden. Für diese Nutzungsänderung des Logistikstandortes ist eine Baugenehmigung erforderlich. Denn die Betriebsbeschreibung für den Betrieb des Lidl-Lagers war eine andere als die für Amazon, deswegen musste die Stadtverwaltung prüfen. „Seitens der Stadt gibt es keine Hinderungsgründe mehr für die Ansiedlung von Amazon“, sagte Stadtsprecher Alexander Stockum auf Nachfrage. Er und auch andere aus der Verwaltung haben durchaus Lob für den Weltkonzern bereit. Absolut transparent gehe es zu, die Amazon-Vertreter seien überaus kooperativ.

Amazon-Vertreter besucht Luther Ortsrat

Das sollen auch die Luther Kommunalpolitiker spüren, denn ein Amazon-Vertreter wird in der ersten Sitzung des Ortsrates Rede und Antwort stehen. Hauptsächlich fürchten die Luther, dass die Verkehrsbelastungen extrem zunehmen werden. Schließlich nennt Amazon die Zahl von 500 Fahrzeugen pro Tag – und das, wenn nicht Weihnachten vor der Tür steht. Dann werden es mehr, dann allerdings werden auch mehr Mitarbeiter eingestellt. Uwe-Karsten Bartling (SPD) etwa bezweifelt die Zahl und kritisiert zudem, dass bei der Verkehrsbetrachtung nicht das gesamte Gewerbegebiet berücksichtigt werde. Solange das nicht geschehe, so die Forderung, dürften keine weiteren Projekte am östlichen Rand des Gewerbegebietes genehmigt werden.

Die Beschriftung der Transporter wurde sorgfältig abgeklebt. Quelle: Albert Tugendheim

Dazu kommt, dass nicht nur Amazon in das Gewerbegebiet bei Luthe zieht. Havi baute gerade ein großes Logistikzentrum schräg gegenüber, ein weiteres daneben ist in Planung. Das Gebiet ist nun mal sehr beliebt bei Logistikern, die Autobahn 2 ist schließlich so nah. Das sei aber auch ein Grund dafür, dass aus Sicht des Verkehrsgutachters und der Stadt das Problem für Luthe nicht so schlimm werden sollte. Denn die bei Amazon ausschwärmenden Kleinlieferwagen, die auch außerhalb des Berufsverkehrs losfahren und zurückkommen, haben vor allem auch das Ziel A2. Denn das Liefergebiet umfasst den gesamten Raum westlich von Hannover und zieht sich bis nach Minden hin.

Amazon gibt 250.000 Euro dazu

Aber um den Verkehrsfluss zu optimieren, will sich Amazon an den dafür anfallenden Kosten beteiligen. Bis zu 250.000 Euro sollen dafür fließen. Ideen sind dafür entwickelt. Dabei geht es nicht um die direkte Anbindung des Unternehmens. Vielmehr gibt es Vorschläge etwa für die Abfahrt von der B442 auf die Adolf-Oesterheld-Straße. Dort könnte eine Ampel installiert oder die Vorfahrtsregelung geändert werden. Vorgeschlagen ist eine abknickende Vorfahrt Richtung Gewerbegebiet.

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Von Albert Tugendheim

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