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Wunstorf Trotz steigender Nachfrage: Familien mit Anspruch sollen Kita-Platz bekommen
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Wunstorf: Trotz steigender Nachfrage: Familien mit Anspruch sollen Kita-Platz bekommen

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13:01 11.09.2019
Eine der neuen Kitas entsteht gerade in Kolenfeld. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf

Die Stadt bemüht sich darum, der teilweise stark steigenden Nachfrage nach Kita-Plätzen zu entsprechen. Der Erste Stadtrat Carsten Piellusch berichtete am Dienstag im Sozialausschuss, dass zumindest in den Bereichen, in denen die Familien einen Rechtsanspruch haben, die Stadt wohl entsprechende Angebote machen kann. „Es müsste hinkommen“, sagte er. Ein Rechtsanspruch besteht für die Altersgruppe der Krippen- und Kindergartenkinder, nicht aber für die Hortbetreuung von Grundschülern. Dieser Anspruch kann auch über Plätze bei Tagesmüttern erfüllt werden, was die Stadt in Anspruch nimmt.

Sie hatte bis März insgesamt 1218 Anmeldungen bekommen, rund 250 mehr als im Jahr zuvor. Allerdings ist die Stadt auch dabei, weitere Plätze zu schaffen. So sollen in nächster Zeit 406 neue Plätze entstehen, davon 150 für Krippen-, 240 für Kindergarten- und 16 für Hortkinder. Piellusch bezeichnete das allerdings als Bruttozahlen, weil die Container, die ab Oktober in Klein Heidorn genutzt werden, und die Gruppe in der Großenheidorner Containeranlage für Flüchtlinge irgendwann wieder aufgegeben werden müssen. Das macht dann insgesamt ein Minus von 88 Plätzen aus.

Piellusch schließt ein Überangebot aus

Piellusch wies darauf hin, dass die Region einen Anstieg der Kinderzahlen vorhersage. Dazu kommt, dass neue Baugebiete in der Diskussion sind, die zusätzliche junge Familien nach Wunstorf ziehen könnten. „Es besteht nach heutigem Stand deshalb keine Gefahr, dass wir irgendwann ein Überangebot von Kitas haben.“

Auf Nachfrage von Sören Thoms (SPD) berichtete Piellusch, dass die Träger zumindest bisher ausreichend Fachkräfte finden, um das neue Angebot gewährleisten zu können. Nicolai Balzer (CDU) sprach sich dafür aus, einen möglichst hohen Anteil der Kinder in den Kitas unterzubringen. „Wenn man vergleichen kann, sieht man, welchen Schub für die Entwicklung der Kita-Besuch bei Kindern bringt“, sagte er.

Stadt finanziert zusätzliche Sozialassistenten

Der Sozialausschuss hat außerdem einstimmig Geld bewilligt, mit dem in den nächsten beiden Jahren pädagogische Fachkräfte finanziert werden. Sie sollen in den Kitas eingesetzt werden, in denen besonders viele Kinder aus Flüchtlingsfamilien, mit fehlenden Deutschkenntnissen und besonderem Förderbedarf betreut werden müssen. Piellusch schilderte den Hintergrund dafür: „Wir sind von der Kirche um Hilfe gebeten worden. In der Stifts-Kita haben mehr als 70 Prozent einen Migrationshintergrund.“

Die Stadt hat darauf alle Kita-Träger befragt, wie die Lage bei ihnen ist. In den Gesprächen wurde wegen der großen Nachfrage ausgeschlossen, die Gruppen zu verkleinern. Deshalb einigten die Beteiligten sich auf dieses Vorgehen: „Wir wollen zusätzliches Personal in den Bereichen einsetzen, in denen es klemmt.“

Verteilung soll geändert werden

Die Kriterien dafür erfüllen neben drei Gruppen der Stifts-Kita derzeit noch zwei Gruppen bei St. Johannes und eine Gruppe in der AWO-Kita. In jeder dieser Gruppen soll jeweils zusätzlich ein Sozialassistent für drei bis vier Stunden am Tag eingestellt werden. Die Stadt plant dafür Kosten von 53.000 Euro im Jahr ein.

Befristet ist die Regelung deshalb, weil Stadt und Träger in den nächsten Monaten auch über Veränderungen in der Kita-Satzung reden wollen. „Das Ziel ist, in den Gruppen eine andere Mischung zu erreichen“, sagte Piellusch.

Mehr Geld für Betriebskita-Plätze

Zugestimmt hat der Ausschuss auch Nachbesserungen bei der regionsweiten Vereinbarung über Betriebskindertagesstätten. Mit dem Ende der Elternbeiträge ab dem dritten Lebensjahr haben die Träger finanzielle Probleme bekommen. Deshalb haben die Städte mit der Region vereinbart, den Zuschuss pro Platz um 100 auf 250 Euro anzuheben. Die Stadt muss das für neun Kinder zahlen, die derzeit in anderen Städten betreut werden.In Wunstorf betreiben die Johanniter die erste Betriebs-Kita.

Von Sven Sokoll

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