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Wunstorf Unfallzahlen gehen um sechs Prozent zurück
Umland Wunstorf Unfallzahlen gehen um sechs Prozent zurück
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00:22 05.04.2019
An der Haster Kurve ist zuletzt ein Schild für Tempo 50 bei Nässe aufgestellt worden. Die Unfallzahlen sind gesunken. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf

Auf Wunstorfs Straßen haben sich im vergangenen Jahr 797 Unfälle ereignet, das sind 6,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Auch bei den Zahlen der Verletzten gibt es einen leichten Rückgang auf 202, wie Rüdiger Wloka, der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes bei der Polizei, am Dienstag in seinem Jahresbericht mitteilte.

Zwei Unfällen endeten tödlich, die Opfer waren ein Radfahrer in Liethe und ein Motorradfahrer bei einer Verfolgungsjagd nach dem Schützenfest. Damals war die Polizei einem 23-jährigen Motorradfahrer hinterher gefahren, der ein Auto beschädigt haben sollte – bis das Zweirad gegen eine Hauswand an der Schlobbenriede prallte. 2017 waren drei Verkehrsteilnehmer getötet worden.

Bei den Unfällen mit Radfahrern registriert die Polizei insgesamt einen Aufwärtstrend, die 81 Unfälle waren fünf mehr als im Jahr zuvor. Drei Radfahrer wurden schwer verletzt, was aber ein deutlicher Rückgang um vier Fälle ist. In der Regel blieb es somit bei leichten Verletzungen. Trotzdem will die Polizei weiter ein Auge auf diese Gruppe haben. Der Kontaktbeamte Ralf Möllmann will sich außerdem für die Präventionsarbeit zu Pedelecs und E-Bikes ausbilden lassen, die in elf Unfälle verwickelt waren.

Unfallfluchten behalten einen hohen Anteil

Ein großes Ärgernis bleiben die vielen Unfallfluchten. Mit 293 verzeichneten die Beamten zwar zwei weniger als 2017, aber das ist weiterhin etwa jeder dritte Unfall. Dazu sank auch noch die Aufklärungsquote um gut einen Prozentpunkt auf 38,6 Prozent. „Das ist ein Thema, das uns nervt. Wir können nur immer wieder appellieren, dass Beteiligte und Zeugen sich bei uns melden“, sagte Wloka. Immerhin ist die Fahrerflucht eine Straftat. Wenigstens hat sich seit 2016 die Zahl der Spiegelberührungen an der Langen Straße fast halbiert, so dass die Polizei dort derzeit keine weiteren Veränderungen für notwendig hält.

Zwei Unfallschwerpunkte hatte Wunstorf im Jahr 2017, dort hat die Lage sich jetzt etwas entspannt. In der Haster Kurve im Verlauf der Bundesstraße 442 hatte es im Jahr zuvor sechsmal gekracht, nun wurden nur noch vier Unfälle verzeichnet. Im Herbst wurden dort auch Schilder aufgestellt, nach denen die Autofahrer bei Nässe auf Tempo 50 heruntergehen sollen. Das soll die Gefahr mindern, bei feuchter Fahrbahn aus der Kurve zu rutschen. Auch die Fahrbahn soll daraufhin untersucht werden, ob sie griffig genug ist.

Rüdiger Wloka leitet den Einsatz- und Streifendienst in Wunstorf. Quelle: Sven Sokoll

An der Kreuzung der L 392 mit der Adolf-Oesterheld-Straße hat sich das Bild auch verbessert. Im vergangenen Jahr gab es zwei Unfälle, das sind fünf weniger als 2017. Mit dem wachsenden Gewerbegebiet Wunstorf-Süd wird aber auch erwartet, dass der Verkehr an der Stelle zunehmen wird. Demnächst soll dort deshalb eine Ampelanlage aufgebaut werden.

Senioren spielen größere Rolle in Präventionsarbeit

Bei ihren Kontrollen hat die Polizei unter anderem stark auf Handys am Ohr und missachtete Stopp-Schilder geachtet. Die Zahlen der Fahrer, die Alkohol getrunken oder Drogen zu sich genommen haben, sind etwa konstant geblieben.

Während früher die jungen Erwachsenen einen starken Anteil an den Unfallzahlen hatten, verschiebt sich das mit dem demographischen Wandel in die Gruppe der Senioren. Deshalb begrüßt Wloka Projekte wie „Fit im Auto“, das die Verkehrswacht auch in diesem Jahr wieder bei der Fahrschule Silbermann anbieten will: „Das ist eine gute Aktion.“

Alle aktuellen Polizeimeldungen aus Wunstorf lesen Sie hier.

Von Sven Sokoll

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