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Wunstorf Madeline Henning tritt bei „The Voice of Germany“ an
Umland Wunstorf

Wunstorf: Wird Madeline Henning The Voice of Germany?  

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10:22 20.09.2019
Madeline Henning aus Wunstorf tritt bei der neunten Staffel von „The Voice of Germany“ auf. Quelle: Position – Public Relations GmbH
Wunstorf

„Ich war so nervös wie noch nie zuvor. Mein ganzer Körper hat gezittert.“ Die letzten Minuten vor ihrem ersten Auftritt im Rücken der prominent besetzten Jury von „The Voice of Germany“ hat Madeline Henning nur noch bruchstückhaft in Erinnerung. „Dann geht irgendwann das Tor auf, und als ich auf der Bühne stehe, herrscht plötzlich absolute Stille“, sagt die 30-jährige Notfallsanitäterin aus Wunstorf. Ein Schlagzeuger gibt den Takt vor. „One and Only“ von Adele ist ihr Titel. Henning sammelt sich und singt.

Mutiger Auftritt

Wie ihr Auftritt bei der Jury ankommt, darf sie noch nicht erzählen. Das regelt der Verschwiegenheitsvertrag, den auch die Zuschauer bei den Aufzeichnungen unterschreiben müssen. Sind Mark Forster, Rea Garvey, Sido und Alice Merton begeistert oder peinlich berührt? Ob Henning es durch die sogenannten Blind Audition schafft und für welches Team sie sich gegebenenfalls entscheidet, ist am Sonntagabend auf Sat.1 zu sehen. Für Henning steht aber schon fest: Der mutige Auftritt hat sich gelohnt.

Madeline Henning vor der Rettungswache des DRK in Neustadt. Hier arbeitet die „The Voice“-Kandidatin. Quelle: privat

Wenn am Sonntag ihr Auftritt im Fernsehen zur besten Sendezeit (20.15 Uhr) vor einem Millionenpublikum ausgestrahlt wird, sehen die Zuschauer in einem Einspieler auch ihre bewegte Geschichte. Henning ist in Hannover-Misburg im Glauben der Zeugen Jehovas aufgewachsen. Vor zehn Jahren entschied sie sich, die streng religiöse Gemeinde ihrer Großeltern, Eltern und Geschwister zu verlassen. „Ich liebe die Freiheit viel zu sehr, um da hineinzupassen“, erzählt sie. Ein folgenschwerer Entschluss: Ihre Eltern gingen auf Distanz, der Kontakt zu den Geschwistern ist kompliziert. Zeugen Jehovas begegnen Aussteigern häufig mit großen Vorbehalten bis hin zum völligen Kontaktabbruch. Henning fand bei Freunden in Wunstorf eine Ersatzfamilie, wie sie freudig lächelnd erzählt. Seit 2015 lebt sie dort. Ausgerechnet die neue Wahl-Oma war es auch, die den Anstoß gab, sich bei „The Voice of Germany“ zu bewerben.

Oma gab den Anstoß

„Sie hat sich zum 90. Geburtstag gewünscht, dass ich endlich mitmache. Von selbst habe ich mich nie getraut“, sagt Henning. „Zu wissen, dass so viele Menschen hinter mir stehen, hat mir viel Kraft gegeben.“ Das Singen begleitet sie bereits ein Leben lang, allerdings eher als Hobby. Neben ihrer Arbeit als Sanitäterin und Ausbilderin beim DRK in Neustadt trat Henning bislang nur bei kleineren Auftritten auf Hochzeiten, im Fitnessstudio und zu Geburtstagen auf. Ob sie bei „The Voice“ nun weiterkommt oder nicht: Sie möchte in Zukunft öfter auf der Bühne stehen.

Team Rea?

„Seit dem Auftritt ist das ein ganz großer Wunsch geworden“, sagt sie. Ihre Augen leuchten. Die Antwort auf die entscheidende Frage dieser Tage lässt sich darin leider nicht ablesen, höchstens erahnen. „Es war ein Mega-Erlebnis“, sagt Henning. Die Frage, für welchen prominenten Coach sie sich im besten Fall entscheiden würde, beantwortet sie aber prompt. „Von Rea Garvey bin ich großer Fan, seit ich mit 15 Jahren auf einem Reamon-Konzert in Braunschweig war.“ Alice Merton („No Roots“) schätzt sie als Künstlerin. „Was die mit 26 alles erreicht hat“, sagt Henning.

The Voice of Germany läuft am Sonntag, 22. September, ab 20.15 Uhr auf Sat.1.

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Von Mario Moers

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