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Wunstorf Wohnraumförderung: Grenze für höhere Zuschüsse soll steigen
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Wunstorf: Wohnraumförderung: Grenze für höhere Zuschüsse soll steigen

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12:46 26.11.2019
In Wunstorf sollen mehr günstige Wohnungen entstehen. Quelle: dpa-Zentralbild
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Wunstorf

Um mehr preiswerten Wohnraum in Wunstorf zu schaffen, hat der Rat im Mai die Entwicklung eines Wohnraumförderprogramms mit einigen Eckpunkten beschlossen. Die Stadt hat jetzt die Details dazu erarbeitet. Der Rat soll die Richtlinien am 18. Dezember endgültig beschließen.

Hintergrund ist, dass in nächster Zeit viele ältere Sozialwohnungen aus dem Bestand herausfallen werden. Die Verwaltung verweist auf eine überregionale Umfrage unter Investoren aus dem Jahr 2017, nach der sozialer Wohnungsbau den Bauherrn im Vergleich zu frei finanzierten Mietwohnungen in der Regel nicht rentabel genug ist. Die Stadt will das korrigieren, indem sie künftig nicht rückzahlbare Zuschüsse anbieten will. Das Programm soll dabei die Förderung von Land und Region ergänzen.

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Kleine Wohnungen haben Priorität

Um Geld bekommen zu können, müssen die Bauherren nicht unbedingt neue Gebäude errichten. Sie können auch vorhandene Immobilien umbauen und erweitern. Priorität sollen kleine Wohnungen mit ein bis zwei Zimmern bis 50 Quadratmeter Wohnfläche sowie Zwei-Zimmer-Wohnungen haben, die höchstens 60 Quadratmeter groß sind. Im Einzelfall können aber auch größere Wohnungen bezuschusst werden. Nach den Richtlinien können zwei unterschiedliche Zielgruppen von Bewohnern profitieren – sowohl Menschen mit niedrigen als auch mit mittleren Einkommen. Die Höhe der Förderung unterscheidet sich dann.

Die höhere Förderung sollte nach den Eckpunkten, die auf einem Konzept der SPD basieren, für kleine Wohnungen gelten – in den Vorgaben des Rates lag die Grenze bei 50 Quadratmetern. Die Wohnraumvermittler der Stadt haben aber die Erfahrung gemacht, dass Wohnungen bis zu einer Größe von 60 Quadratmetern stark nachgefragt werden. Deshalb plädiert die Verwaltung nun dafür, auch bis dahin höher zu fördern.

Bis zu 15.000 Euro werden gezahlt

Demnach würde jede Wohnung für Familien, deren Einkommen die Grenze für einen Wohnberechtigungsschein nicht überschreitet, bis zu dieser Grenze mit 15.000 Euro bezuschusst. Bei größeren Wohnungen sind 12.000 Euro vorgesehen. Die Nettokaltmiete darf beim ersten Bezug dann nicht mehr als 5,80 Euro pro Quadratmeter betragen, was sich drei Jahre lang nicht ändert. Wohnungen in allen Größen können Förderungen von jeweils 8000 Euro bekommen, wenn Mieter einziehen, die mit ihrem Einkommen nicht mehr als 60 Prozent über den Grenzen für den Berechtigungsschein liegen. Die Nettokaltmiete ist dann auf 7,20 Euro pro Quadratmeter begrenzt.

Stadt verwendet Geld der Region

Diese Vorgaben sollen jeweils 30 Jahre lang gelten, weil auch das Land das so handhabt. In den Eckpunkten der Politiker waren unterschiedliche Fristen vorgesehen. Die Stadt bekommt mit ihrer Förderung das Recht, geeignet Mieter in freie Wohnungen entsprechend zu vermitteln. Anders als der Rat mit seinen Eckpunkten beschlossen hat, verzichtet die Verwaltung nun auf eine dritte Kategorie von Bewohnern, die die Einkommensgrenze für einen Wohnberechtigungsschein um bis zu 20 Prozent überschreiten. Sie begründet das damit, dass auch das Land und die Region das in ihrem Förderprogrammen nicht vorsehen.

Zur Finanzierung will die Stadt die Wohnbauprämie verwenden, die die Region Hannover in den Jahren 2019 bis 2021 an die Kommunen auszahlt. Für diesen Zeitraum erwartet die Stadt noch in diesem Jahr 410.000 Euro. Sie geht davon aus, dass im nächsten Jahr rund 100.000 Euro ausgezahlt werden. Die Endabrechnung ist für 2021 vorgesehen.

Von Sven Sokoll

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