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Wunstorf Wunstorf macht gemeinsame Klärschlammentsorgung nicht mit
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Wunstorf: Wunstorf macht gemeinsame Klärschlammentsorgung nicht mit

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16:55 12.06.2019
Mit EU-Förderung soll ein Faulturm in der Luther Kläranlage entstehen. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf

Gemeinsam mit 53 anderen kommunalen Gesellschaftern der Westfalen-Weser-Unternehmensgruppe in Paderborn will Wunstorf über seine Bäderbetriebe die Voraussetzungen für eine gemeinsame Klärschlammentsorgung schaffen. Dem gemeinsamen Konzept des Energieversorgers soll der Rat in seiner Sitzung am Mittwoch, 19. Juni, zustimmen. Erst auf Seite 13 der Beschlussvorlage ist allerdings zu lesen, dass Wunstorf selbst davon wohl zunächst nichts haben wird – wegen Bedenken des Rechnungsprüfungsamtes.

Weil der Klärschlamm kaum noch in der Landwirtschaft eingesetzt werden darf, hat Wunstorf ebenso wie andere Kommunen Probleme bekommen, die Überreste aus seiner Luther Kläranlage loszuwerden. Im Oktober 2017 hat der Bund die Klärschlammverordnung entsprechend neu gefasst. Deshalb entstand im Westfalen-Weser-Versorgerverbund vor einem Jahr die Idee, gemeinsam Kapazitäten zu schaffen –und die stieß auf ein großes Interesse. Dabei soll der Phosphor wie gefordert wieder zurückgewonnen werden. Für Wunstorf endet die Frist dafür im Jahr 2032.

Rechnungsprüfungsamt beharrt auf Ausschreibung

Nun liegt ein Konzept dafür vor. Demnach soll die Westfalen Weser Energie (WWE) als Holding zwei neue Tochterfirmen bekommen. Eine soll den Kommunen gemeinsam mit einem Logistikunternehmen nach einer entsprechenden Vereinbarung den Klärschlamm abnehmen. Die zweite wird gemeinsam mit einem noch zu findenden Partner eine Anlage planen und betreiben, in der der Klärschlamm verbrannt werden kann. Eine Ausschreibung dafür läuft bereits bis Ende September. Derzeit wird für die Anlage mit einer Kapazität der noch nicht getrockneten Reste von 120.000 Tonnen im Jahr gerechnet.

Das Konzept soll den Kommunen die Sicherheit geben, ihren Klärschlamm verlässlich und zu kalkulierbaren Preisen zu entsorgen. Allerdings hat das Rechnungsprüfungsamt nicht zugestimmt, dass Wunstorf die Entsorgung seiner Mengen als WWE-Anteilseigner ohne europaweite Ausschreibung in Auftrag gibt. Bei dieser Haltung sind die Prüfer auch nach einem anderslautenden Gutachten der WWE geblieben. Deshalb konzentriert sich Wunstorf auf seine eigenen Pläne, den Klärschlamm zu entsorgen. Unter anderem wird in der Luther Kläranlage eine Faulturm entstehen.

In der Sitzung des Rates am Mittwoch, 19. Juni, wird der frühere CDU-Ratsfraktionschef Jörg Uebelmann auch den goldenen Ehrenring für seine lange ehrenamtliche Tätigkeit erhalten. Beginn ist um 18 Uhr in der Aula der Otto-Hahn-Schule.

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Von Sven Sokoll

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