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Wunstorf Zeitplan für Freibad Bokeloh gerät in Gefahr
Umland Wunstorf

Wunstorf: Zeitplan für Freibad Bokeloh gerät in Gefahr

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00:18 20.05.2019
Am Nichtschwimmerbecken, hier eine Aufnahme aus dem April, gab es einiges zu tun. Quelle: Albert Tugendheim
Bokeloh

Bei den Reparaturarbeiten im Freibad Bokeloh sehen die Bäderbetriebe neue Herausforderungen vor sich, die den Zeitplan in Gefahr bringen. Wegen der Arbeiten, die im April begonnen haben, war die Eröffnung schon um einen Monat auf den 15. Juni verschoben worden.

Unter anderem wurden die Filter geleert und von innen inspiziert. Dabei zeigte sich: „Die Filterdüsen sind alle hin“, berichtete Geschäftsführer Andreas Saars am Donnerstag im Ortsrat Bokeloh. 1900 Gummiteile müssen ausgetauscht werden. Das Modell ist schon 40 Jahre alt, deshalb war es schwer, einen Lieferanten zu finden. Nun wird es eine Sonderanfertigung, aber der Auftrag ist erteilt.

Diese Gummidüsen müssen ersetzt werden. Quelle: Bäderbetriebe Wunstorf

„Wir verbrauchen damit unseren letzten Zeitpuffer“, sagte Saars. Wenn jetzt noch etwas passiert, müsste die Eröffnung weiter verschoben werden. Auch die Ausgaben der Bäderbetriebe gehen um bis zu 63.000 Euro in die Höhe, damit könnte der Etat von 400.000 Euro für die Arbeiten in diesem Jahr überschritten werden.

Der Filter ist geleert und untersucht worden. Quelle: Bäderbetriebe Wunstorf

Bodenuntersuchungen bleiben ohne Fund

Außerdem ist im Nichtschwimmerbecken alles weitgehend demontiert, mit Beton wurden die abgesackten Teile wieder auf Niveau gebracht. Parallel laufen Arbeiten mit Kunststoff am Planschbecken, das in der vergangenen Saison nicht genutzt werden konnte. Priorität habe aber das Nichtschwimmerbecken, das zur Eröffnung auf jeden Fall wieder fertig sein soll – am Planschbecken könnte notfalls darüber hinaus noch gearbeitet werden, so Saars. Bei einer Radaruntersuchung auf dem Gelände war ein Bereich im Boden verdächtig erschienen. Dort ist jetzt gegraben worden, ohne aber auf Wasser zu stoßen, das auf einen neuen Schaden hindeuten könnte.

Für das nächste Jahr haben die Bäderbetriebe weitere Arbeiten geplant. Sie wollen damit die Hinweise aus dem Gutachten von Purena abarbeiten. Dann geht es vor allem um technische Anlagen wie Pumpen und die Chlorgasanlage.

Frank-Kettner Nikolaus, Vorsitzender des Freibad-Fördervereins, erkundigte sich in der Sitzung, ob auch schon weitere Untersuchungen zur langfristigen Perspektive des Freibads angestellt worden seien. „Derzeit hat für mich Priorität, das Bad kurzfristig in Betrieb zu bringen“, sagte Saars. Er machte aber noch einmal deutlich, dass das Freibad aus technischen Gründen ohne das Kaliwerk nur schwer zu betreiben sein wird. Derzeit hat K+S das warme Wasser nur für die nächsten vier bis fünf Jahre zugesagt.

Von Sven Sokoll

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