Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wunstorf Zöliakie-Betroffene gründen in Wunstorf Selbsthilfegruppe
Umland Wunstorf

Wunstorf: Zöliakie-Betroffene gründen Selbsthilfegruppe in Großenheidorn

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:54 03.12.2019
Diese Selbsthilfegruppe will sich künftig mit der Zöliakie beschäftigen. Quelle: privat
Großenheidorn

In Wunstorf hat sich eine Selbsthilfegruppe für Menschen gegründet, die von Zöliakie betroffen sind. Dabei handelt es sich um eine Glutenunverträglichkeit. Sie reagieren mit gesundheitlichen Folgen auf Klebereiweiß, das in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Rund 30 Interessierte aus der näheren Umgebung, aber auch aus Hoya, Celle und Stadthagen waren der Einladung in das Gemeindehaus gefolgt. Ziel ist der gemeinsame Austausch und gegenseitige Information.

Körper reagiert auf Unverträglichkeit

Gekommen waren Betroffene, die schon seit Jahrzehnten glutenfrei leben, Eltern kleiner Kinder sowie Kinder im Grundschulalter und Geschwister betroffener Kinder. „Gerade Kinder müssen nach der Diagnose sehr schnell lernen, Verantwortung zu tragen, schwierige Zusammenhänge zu verstehen und diese auch anderen verständlich zu machen“, sagte Mitglied Ursula Bremer. Bei einer Unverträglichkeit reagiert der Körper mit Entzündungen der Dünndarmschleimhaut, immunologischem Stress bis zu Mangelerscheinungen. Eine Diagnose sei oft schwierig, teilte Bremer mit.

Restaurantbesuch muss geplant sein

Zunächst stellte Henrike Nielsen von der Kibis Neustadt, der Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle im Selbsthilfebereich, die Möglichkeit dar, sich als Selbsthilfegruppe zu organisieren und die Unterstützungsangebote der Kibis zu nutzen. Anschließend tauschten sich die Teilnehmer beim Genießen glutenfreier Produkte darüber aus, welche Themen von aktueller Bedeutung sind. Im Mittelpunkt des ersten Treffens der Gruppe stand das Thema „Essen außer Haus“. In den vielen Wortmeldungen berichteten Betroffene von fehlgeschlagenen Versuchen beim Restaurantbesuch, aber auch von positiven Erfahrungen,

Die Teilnehmer entschieden sich dafür, als Gruppe langfristig geplant und angekündigt einzukehren und die Betriebe selbst um die Festlegung eines Termins für eine Vorbesprechung zu bitten. „Das würde auch dazu führen, dass die inzwischen über das Internet gut vernetzten Zöliakie-Betroffenen Erfahrungen mit Restaurants weitergeben können“, sagte Bremer. Es genüge nicht, Brötchen und Nudeln durch glutenfreie Produkte zu ersetzen. Kontaminierungen drohten auch durch Bindemittel, Gewürzmischungen, Panadereste im Frittierfett und glutenhaltige Spuren in Verarbeitungsgeräten.

Wer an Zöliaki leidet, muss glutenfreie Produkte zum Kochen nehmen. Quelle: Christoph Assmann/Berlin

Die erste gemeinsame Unternehmung der Selbsthilfegruppe soll Anfang März der Besuch in einem Restaurant in der Nähe des Steinhuder Meeres sein. Eine ausführliche Besprechung mit dem Chef über Zutaten und Herstellung hat bereits ergeben, dass dieser über die Details genau informiert ist. Auch die Mitarbeiter hat er einbezogen. Anmeldungen für das erste glutenfreie Essen gehen am Freitag, 6. März, um 18 Uhr sind per Mail an thea5266@t-online.de möglich. Bei der Rückmeldung erfahren Interessierte Genaueres und können sich dann mit Betroffenen austauschen. Die Treffen der Gruppe sind offen für alle.

Weitere Informationen gibt es unter www.dzg-online.de.

Lesen Sie mehr

Zöliakie: Selbsthilfegruppe in Steinhude plant erstes Treffen

Von Anke Lütjens

Für den guten Zweck: Die Tafel Wunstorf startet am Donnerstag, 5. Dezember, ihren Weihnachtsmarkt vor dem Eingang von Marktkauf. Neben Bratwurst und Kunsthandwerk können die Besucher dieses Jahr auch lernen, wie man aus alten Gegenständen Neues machen kann.

03.12.2019

Beim Klimaaktionstag des Kinder- und Jugendzentrums Der Bau-Hof Wunstorf haben die Besucher vor allem eins gelernt: Wie man nachhaltiger leben kann. Jetzt plant das Jugendzentrum einen weiteren Klimaaktionstag.

03.12.2019

Unbekannte haben eine große Menge einer grauen Masse illegal auf einem Feldweg am Mittellandkanal in Wunstorf entsorgt. Bislang ist nicht bekannt, worum es sich bei der zähen Masse handelt und ob sie giftig ist – Teile davon sind auch in die Südaue geflossen.

03.12.2019