Millionenprojekt

Allianz der Meeresforschung soll weltweit wirken

Das Forschungsschiff "Polarstern" des Alfred-Wegener Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI).

Das Forschungsschiff "Polarstern" des Alfred-Wegener Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI).

Kiel/Bremen. Die Anfang Juli gegründete Deutsche Allianz Meeresforschung der Institute soll bis 2022 mit 56,5 Millionen Euro gefördert werden. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und die Wissenschaftsministerinnen und -Minister aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern unterzeichneten dazu am Donnerstag in Bonn eine Vereinbarung.

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Mit der Unterzeichnung wird eine der weltweit größten marinen Forschungsallianzen ins Leben gerufen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, lösungsorientiertes Handlungswissen für den nachhaltigen Umgang mit den Meeren und Ozeanen zu erarbeiten.

„Meeres- und Klimawissenschaften tragen entscheidend zu unserer Zukunftssicherung bei“, sagte Karliczek einer Mitteilung zufolge. Erste institutsübergreifende Forschungen der Allianz sollen sich mit dem Schutz maritimer Lebensräume befassen und mit der Rolle der Meere im Kohlenstoff-Kreislauf. Kohlenstoff (chemisches Zeichen: C) ist mit seinen vielen Verbindungen die Grundlage allen Lebens. Die Erkenntnisse dieser Forschungen sind für die Klimapolitik relevant.

Viel Lob aus Kiel für die Allianz für Meeresforschung

„Wir freuen uns sehr, dass wir zu den Gründungsmitgliedern der neu geschaffenen Allianz für Meeresforschung gehören. Der Zusammenschluss ermöglicht es uns, am Standort Kiel weiter Meeresforschung auf höchstem internationalem Niveau betreiben zu können“, lobte CAU-Präsident Professor Lutz Kipp die Neugründung.

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„Mit der Allianz haben wir nun in Deutschland eine exzellente Plattform, die es uns ermöglicht, in wichtigen Forschungsfeldern Kompetenzen und Stärken unterschiedlicher Institutionen zu bündeln“, ergänzte Ralph Schneider, Sprecher des Kieler Forschungsschwerpunktes Kiel Marine Science (KMS) und Professor für marine Klimaforschung am Institut für Geowissenschaften der CAU. „Unser Ziel ist es, international noch sichtbarer zu werden und neue Lösungskonzepte für und mit der Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu erarbeiten.“

Das ist die Deutsche Allianz Meeresforschung

Der Deutschen Allianz Meeresforschung gehören das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven sowie Institute in Oldenburg, Kiel, Bremen, Hamburg, Rostock, Geesthacht und Warnemünde an.

Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. unterstützt und fördert die DAM und ihre Geschäftsstelle wesentlich durch den Aufbau von vernetzten Dateninfrastrukturen, um neue Erkenntnisse aus erhobenen Forschungsdaten zu ermöglichen.

Hintergrund: Meeresforschung in Deutschland

Die deutsche Meeresforschung deckt ein breites Spektrum der Küsten-, Meeres-, Klima- und Polarforschung ab. Sie verfügt über Forschungsschiffe und -Stationen, Flugzeuge, Observatorien und Unterwasserfahrzeuge. Mit über 4000 Beschäftigten in Norddeutschland ist sie auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

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Von dpa/KN

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