Drogeriekette

Bauboom setzt dm-Wachstum Grenzen

dm-Chef Erich Harsch: Die hohe Auslastung der Baubranche bremst die Expansion der Drogeriekette

dm-Chef Erich Harsch: Die hohe Auslastung der Baubranche bremst die Expansion der Drogeriekette

Karlsruhe/Hannover. Das Wachstum von Deutschlands größter Drogeriemarktkette dm wird vom Bauboom gedämpft. Wie dm-Chef Erich Harsch am Donnerstag in Karlsruhe bei der Jahrespressekonferenz sagte, ist es zu einigen geplanten Neueröffnungen nicht gekommen, weil es schlicht an Ressourcen in der Baubranche gefehlt habe oder zu lange Genehmigungsverfahren dies verhinderten. An sich sollten im vergangenen Geschäftsjahr zwischen 80 und 90 dm-Märkte neu eröffnet werden. Tatsächlich waren es 64.

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Im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September endete, wuchs die Zahl der Märkte dadurch bundesweit auf 1956. Der Umsatz legte um 3,2 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro zu, europaweit um 4,3 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite liege wie seit Jahren zwischen ein und zwei Prozent, hieß es. Auch mit seinem Online-Geschäft zeigte dm sich zufrieden: Dort erreiche man inzwischen Umsätze im dreistelligen Millionenbereich, mit hohen Zuwachsraten.

Der schärfste dm-Konkurrent, Rossmann, erzielte in Deutschland 2017 ein Plus von 4,5 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro Umsatz. Beide Ketten sind damit zuletzt langsamer gewachsen als in den Vorjahren. dm-Chef Harsch erklärte das am Donnerstag auch mit einer zunehmenden Verdichtung des Marktes. „Insgesamt ist die Drogeriemarktbranche aber noch immer ein Wachstumsmarkt“, betonte er.

Fotobücher vor Ort drucken

In Hannover eröffnete dm im abgelaufenen Geschäftsjahr eine neue Filiale – in Misburg. In Zukunft seien weitere Neueröffnungen geplant, sagte der Gebietsverantwortliche Kenneth Kitchen-Roscher am Donnerstag. Die Filiale in Hannover-Wülfel werde 2019 nach Hemmingen umziehen. Voraussichtlich 2020 entstehe eine neue Filiale an der Vahrenwalder Straße in Hannover.

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Insgesamt betreibt dm in Hannover 13 Filialen. Der Konkurrent Rossmann aus dem benachbarten Burgwedel ist hier traditionell stärker. dm eröffnete erst 2004 seine erste Filiale in Hannover.

Kitchen-Roscher kündigte auch an, künftig mehr Foto-Dienstleistungen in den Filialen anzubieten. Kunden könnten bald zum Beispiel Fotobücher, Leinwände und Kalender vor Ort drucken. Ein weiterer Trend sei der Ausbau des Sortiments an Pflegeprodukten für Männer.

Von Susanne Kupke und Christian Wölbert

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