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Kampfmittelbeseitung

Beseitigungsdienst macht 145 Tonnen Kampfmittel unschädlich

(ARCHIV) Symbolbild:   Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat in Niedersachsen im vergangenen Jahr 145 Tonnen an Blindgängern und Munition unschädlich gemacht und entsorgt.

(ARCHIV) Symbolbild: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat in Niedersachsen im vergangenen Jahr 145 Tonnen an Blindgängern und Munition unschädlich gemacht und entsorgt.

Hannover.Knapp 1.000 Mal mussten die Kampfmittelexperten ausrücken, um die oft bei Bauarbeiten oder nach dem Auswerten von Luftfotos entdeckten alten Sprengsätze zu beseitigen, wie das Innenministerium am Freitag in Hannover mitteilte. Bei 138 Einsätzen mussten Blindgänger direkt vor Ort gesprengt werden, da sie nicht mehr transportfähig waren. Erst vor einigen Tagen wurde eine 100-Kilo-Fliegerbombe in Berlin entdeckt.

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Vor neuen Bauvorhaben wird systematisch gesucht

Dass auch über 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Blindgänger entdeckt werden, hängt auch mit dem Bau von Offshore-Windparks und Kabeltrassen zusammen. Außerdem wird vor neuen Bauvorhaben systematisch nach Blindgängern gesucht. Wie aus dem Jahresbericht hervorgeht, werden diese nicht nur auf Bauflächen lokalisiert.

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Gesamtausgaben von vier Millionen Euro

Auch aus dem Keller eines Mehrfamilienhauses in Wilhelmshaven wurde ein Blindgänger geborgen. Zudem gab es Wurfgranaten, die in alte Bäume eingewachsen waren. Die Gesamtausgaben des Beseitigungsdienstes mit seinen 45 Beschäftigten betrugen knapp vier Millionen Euro. Die Zahl der Bombenräumungen in Niedersachsen ist deutlich gestiegen.

2010 kamen drei Sprengmeister in Göttingen ums Leben

Dass es wie 2018 keinen Unfall in Zusammenhang mit Blindgängern gibt, ist nicht selbstverständlich. 2010 war in Göttingen kurz vor einer Entschärfung eine Bombe detoniert, drei erfahrene Sprengmeister kamen damals ums Leben. Vor wenigen Tagen war auf einem Feld bei Limburg in Hessen nachts eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg von selbst in die Luft geflogen, verletzt wurde niemand. Die Bombe hatte sich durch einen Langzeitzünder selbst entzündet.

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Von RND/dpa/Ini

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