Tierischer Einsatz

Schaf auf Abwegen: Wie Polizisten auf der B65 bei Bückeburg einen Ausreißer gerettet haben

Ende gut, alles gut – eine Polizeikommissarin hat das ausgebüxte Schaf einfangen können und auf den Arm genommen.

Ende gut, alles gut – eine Polizeikommissarin hat das ausgebüxte Schaf einfangen können und auf den Arm genommen.

Röcke. Er ist das schwarze Schaf der Herde. Am heimischen Segelflugplatz wurde es ihm wohl zu langweilig. Also machte Shaun, das Schaf, am Donnerstagnachmittag einen Ausflug nach Röcke, einem Ortsteil der Stadt Bückeburg. Plötzlich stand er aber mitten auf der Bundesstraße 65 und drohte überfahren zu werden. Ein Autofahrer wählte den Notruf 110.

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Polizeibeamte aus Bückeburg schnappten sich eine Hundeleine und machten sich umgehend mit Blaulicht und Sirene auf den Weg zum Einsatzort. Als das Schaf die Polizisten erblickte, ergriff es die Flucht. „Das Tier hatte offenbar eingesehen, dass die polizeiliche Übermacht zu groß war“, scherzt Hauptkommissar Matthias Auer. Shaun sprang über die Leitplanke zurück auf eine angrenzende Wiese. Dort kam die Natur der Polizei zu Hilfe. Das Schaf verfing sich in Kletten. Einer Kommissarin, die dem Schaf – bewaffnet mit einer Hundeleine – gefolgt war, gelang es, das verängstigte Tier zu sichern und ihn die Leine umzulegen.

Die Polizistin nahm das kuschlige Schaf anschließend auf den Arm. „Und weil man einem schwarzen Schaf nun einmal nicht trauen kann“, sagt Hauptkommissar Matthias Auer, „haben wir es nicht auf der Wiese gelassen, sondern zurück zur Herde gebracht.“ Nach anderthalb Stunden war der nicht alltägliche Einsatz für Funkstreifenwagen 47/11 erledigt.

Zweiter tierischer Einsatz innerhalb weniger Monate

Erst vor wenigen Monaten war das Geschick derselben Kommissarin und ihrer Kollegen auf der Bundesstraße 65 bei einem tierischen Einsatz gefragt. Dort war eine Reiterin mit ihrem Pick-up liegen geblieben. Im Anhänger transportierte sie zwei Pferde. Für die Bergung des Pannenfahrzeugs musste der Anhänger abgehängt werden.

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Doch es gab ein Problem: Es bestand die Gefahr, dass das Stützrad des Anhängers brechen wird, wenn die schweren Pferde im Anhänger bleiben. Deshalb mussten die Vierbeiner mitten auf der Bundesstraße ausgeladen werden. Die Polizistin, die selbst Reiterin ist, half beim Aus- und Einladen der Pferde in einen anderen Transporter. „Wir sind für den Bürger da, retten aber auch Tiere in Not – ist doch Ehrensache“, sagt Hauptkommissar Auer.

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