Digitalmesse Twenty2X

Das wird Hannovers kleine Cebit für den Mittelstand

Oliver Grün (von links), Präsident des Bundesverbandes IT-Mittelstand, Andreas Gruchow, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG und Alexander Rabe, Geschäftsführer des Verbandes der Internetwirtschaft eco e.V., stellen das Konzept für die Twenty2X vor.

Oliver Grün (von links), Präsident des Bundesverbandes IT-Mittelstand, Andreas Gruchow, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG und Alexander Rabe, Geschäftsführer des Verbandes der Internetwirtschaft eco e.V., stellen das Konzept für die Twenty2X vor.

Hannover. Die IT-Messe Cebit ist seit vergangenem Jahr Geschichte. Nun soll es von 2020 an einen kleinen Nachfolger auf dem hannoverschen Messegelände geben: Die dreitägige Ausstellung Twenty2X (17. bis 19. März 2020) hat ebenfalls das weite Feld der Digitalisierung und IT zum Thema, richtet sich aber speziell an kleine und mittelständische Unternehmen sowie Start-ups. So soll es Angebote zur Datensicherheit, Buchhaltung, zum Risikomanagement, aber auch für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung geben. Die Messe soll in den Hallen 7 und 8 stattfinden. "Unser Ziel ist es, gerade die kleinen und mittleren Unternehmen bei der Digitalisierung zu unterstützen, um sie für die Zukunft fit zu machen", sagt Andreas Gruchow, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG.

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Kleinere Unternehmen fit machen

Oliver Grün, Präsident des Bundesverbandes IT-Mittelstand (BITMi), nennt die nötige Veränderung hin zu digitalen Arbeitsweisen „die Schicksalsfrage des Mittelstands“. Laut einer Befragung der staatlichen Förderbank KfW sehen die Unternehmer die Digitalisierung des Kundenkontakts (56 Prozent der Befragten), die Erneuerung der IT-Strukturen (53 Prozent), den Aufbau von spezifischem Know-how (38 Prozent) und die Neuorganisation von Arbeitsprozessen (25 Prozent) als wichtigste Themen. Hier will die Twenty2X vom nächstem an Jahr ansetzen, um zu verhindern, dass gerade kleinere Betriebe von der Entwicklung abgehängt werden.

Im bundesweiten Vergleich lagen niedersächsische Unternehmen im Jahr 2018 dem Digitalisierungsindex Mittelstand zufolge in Sachen Digitalisierung im Mittelfeld: Der durchschnittliche Digitalisierungsgrad des Bundeslandes lag mit 55 von 100 Punkten genau im Maß. Wie es in der Studie heißt, liegt Niedersachsen vor allem in Sachen Landwirtschaft vorne: Hier werde bereits umfangreich mit Cloud-Systemen oder GPS gearbeitet. Andere Bereiche hinken demnach noch hinterher.

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Angestellte brauchen Schulungen

Das hannoversche Kompetenzzentrum 4.0 will das ändern und eng mit Unternehmen aus ganz Niedersachsen zusammenarbeiten. So sollen Firmen und Angestellte durch Schulungen und individuelle Beratung zukunftsfähig gemacht werden. "Mehr als 90 Prozent der Unternehmen haben angegeben, dass sie bei der Digitalisierung Hilfe brauchen – besonders bei der fachlichen Schulung der Beschäftigten", sagt Gerold Kuiper, Sprecher des Zentrums. Laut Kuiper hätten zwei Drittel der Unternehmen angegeben, innerhalb eines Jahres umfangreiche digitale Umwandlungen vornehmen zu müssen. Das Kompetenzzentrum will dabei helfen und in Zusammenarbeit mit den Firmen die digitalen Arbeitsabläufe verbessern. Niedersachsen will in den nächsten Jahren eine Milliarde Euro für den Ausbau der Digitalisierung ausgeben.

Gerold Kuiper ist Sprecher beim Kompetenzzentrum mitunsdigital

Gerold Kuiper ist Sprecher beim Kompetenzzentrum mitunsdigital.

Ein weiteres Problem sei, dass nur ein Drittel der Mittelständler überhaupt von solchen Förderprogrammen wisse, heißt es in der Studie weiter. Kuiper vom Kompetenzzentrum 4.0 ergänzt, dass auch die schiere Größe des digitalen Angebots Unternehme abschrecke: „Viele haben Probleme, diesen Dschungel zu überblicken.“ Mit der von 2020 an jährlichen Twenty2X soll dieser Urwald übersichtlicher gestaltet werden.

Die Twenty2X öffnet zwischen dem 17. und 19. März 2020 in den Hallen 7 und 8 auf dem Messegelände.

Das waren die Höhepunkte der Cebit-Geschichte:

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Von Manuel Behrens

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