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Corona-Pandemie

Dutzende Soldaten helfen in Altenheimen in Niedersachsen aus

Oldenburg: Anne Eeten, Bewohnerin des Altenpflegeheims „Friedas-Frieden-Stift“, sitzt vor den Bundeswehrsoldaten Langenberg (l-r), Scheets, Koppatz, Janssen, Recht, Rüscher, Ennis und Jahnken auf ihrem Rollstuhl.

Oldenburg: Anne Eeten, Bewohnerin des Altenpflegeheims „Friedas-Frieden-Stift“, sitzt vor den Bundeswehrsoldaten Langenberg (l-r), Scheets, Koppatz, Janssen, Recht, Rüscher, Ennis und Jahnken auf ihrem Rollstuhl.

Oldenburg.Dutzende Soldaten der Bundeswehr sind derzeit in niedersächsischen Altenheimen im Corona-Einsatz. 121 Kräfte unterstützten Anfang der Woche die Mitarbeiter in 11 Seniorenheimen, etwa in Oldenburg, wie eine Sprecherin der Bundeswehr mitteilte.

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„Die Soldaten helfen bei der Essensverteilung, machen Betten und Wäsche, Fahrdienst, vermitteln den Kontakt zu Angehörigen über Telefon oder Video-Anrufe, leisten den Bewohnern der Einrichtung Gesellschaft, spielen Gesellschaftsspiele mit ihnen“, erklärte Jasmin Henning weiter. Sie sollen das Personal entlasten, übernehmen aber keine Pflege-Tätigkeiten wie Grundpflege oder Toilettengänge.

„Wir helfen, wo wir können“

„Wir helfen, wo wir können“, sagte Hauptfeldwebel Matthias Janssen, der seit 4. Januar in einem Oldenburger Altenpflegeheim im Einsatz ist. Die acht Soldaten bringen Medikamente auf die Stationen, gehen mit Bewohnern spazieren oder kümmern sich um den Empfang. Dort muss jeder Besucher dokumentiert werden - ebenso wie die Corona-Schnelltests.

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Die Bundeswehr stellt den Angaben zufolge bundesweit 20 000 Kräfte im Rahmen der Amtshilfe für Behörden bereit. Sie könnten innerhalb von 48 Stunden unterstützen, wenn Hilfe gebraucht wird. Neben den Altenheimen sei derzeit der größte Bedarf in Gesundheitsämtern bei der Kontaktnachverfolgung und in Impfzentren. In ganz Niedersachsen sind aktuell 520 Soldaten im Rahmen der Amtshilfe im Einsatz, davon 49 Sanitätskräfte. Unter den 121 Helfern in Altenheimen sind 15 Sanitätskräfte.

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Die Leiterin des Oldenburger Friedas-Frieden-Stifts und des Elisabethstifts, Petra Schumann, hätte nach dem Antrag nie mit so schneller Hilfe gerechnet. „Altenpflege kommt ja eigentlich immer am Schluss.“ Mit Corona seien neue Aufgaben hinzugekommen, zum Beispiel stellten Lieferanten jetzt alles vor der Tür ab.

Entlastung ist spürbar

„Das ist ein enormer Aufwand. Wir dachten, wie sollen wir bei alldem noch durch den Winter kommen, auch mit den Tests, die wir durchführen sollen.“ Die Hilfe der Soldaten habe direkt spürbare Entlastung gebracht. „So können wir mal einen Tag frei nehmen oder häufen am Abend keine Überstunden an. Es gibt auch Raum zum Innehalten und mal Luft holen - das ist so wichtig“, sagte Schumann.

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Mit der Uniform der Soldaten hätten weder Pfleger noch Bewohner Probleme: „Da sieht jeder gleich, da kann ich nach Hilfe fragen.“ Ein weiterer positiver Effekt durch die Soldaten im Haus ist Leiterin Schumann noch aufgefallen: „Manche Bewohnerinnen sind schöner angezogen. Die Wirkung hatten wir auch schon früher, wenn Zivis da waren.“

Von RND/lni

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