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Kommentar

E-Crafter: Spagat zwischen neuer und alter Welt

Kommt im September auf den Markt: der E-Crafter.

Kommt im September auf den Markt: der E-Crafter.

Hannover.Für die Autoindustrie ist der Wechsel zum E-Antrieb alles andere als ein Spaziergang. Zwar fördern Staaten weltweit den Umstieg, doch wenn die Kunden nicht mitziehen, bringt das wenig. Besonders kompliziert wird die Mobilitätswende für Nutzfahrzeughersteller wie Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) aus Hannover.

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Die Anbieter müssen schon heute Elektrofahrzeuge wie den E-Crafter liefern, weil sie sonst Aufträge verlieren. Einige Großkunden wollen aus Image-Gründen leise und abgasfrei – also elektrisch – fahren. Fahrverbote kommen als zwingender Grund hinzu. In Deutschland ist zwar noch keine Rede von Verboten für alle Verbrenner, aber in Metropolen wie London wird darüber schon diskutiert.

Gleichzeitig muss die Branche weiterhin die Kunden glücklich machen, die nie auf die Idee kämen, einen Elektro-Transporter zu kaufen. Nachteile gibt es nämlich viele, vor allem die hohen Anschaffungskosten, kurzen Reichweiten und langen Ladezeiten muss man nennen. Firmenkunden betrachten das in der Regel besonders nüchtern. Hinzu kommt ein Faktor, der bei Nutzfahrzeugen viel wichtiger ist als bei Pkw: Aufgrund des hohen Gewichts der Batterie verkraften Elektro-Transporter weniger Zuladung als die ansonsten baugleichen Verbrenner.

Hersteller wie VWN müssen also vermutlich noch jahrzehntelang den Spagat zwischen neuer und alter Welt schaffen. Und weil der Nutzfahrzeug-Markt kleiner ist als der Pkw-Markt, ist es schwerer, die Entwicklungskosten wieder hereinzuspielen. Es ist deshalb kein Wunder, dass VWN mit Ford und dem chinesischen Hersteller JAC über Partnerschaften spricht.

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Von Christian Wölbert

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