Stade

Erneut Vorwürfe gegen Schlachthof wegen Tierquälerei

Soko Tierschutz prangert Schlachthof bei Stade an.

Soko Tierschutz prangert Schlachthof bei Stade an.

Stade. Die Tierrechtsorganisation Soko Tierschutz wirft einem weiteren Schlachthof schwere Verstöße gegen den Tierschutz und Verbraucherschutzbestimmungen vor. Der Verein hat nach eigenen Angaben im März und April in dem Betrieb im Kreis Stade mit verdeckter Kamera gefilmt. Nach Auskunft des Vereinsvorsitzenden Friedrich Mülln seien dort regelmäßig kranke und schwer verletzte Tiere, vor allem ausgelaugte Milchkühe, geschlachtet worden, auch unter tierquälerischen Bedingungen. Zudem seien bereits tot angelieferte Tiere zerlegt worden. Beides ist verboten. Die Soko Tierschutz hat Strafanzeige gegen den Schlachthof, 15 Landwirte aus der Region und das Veterinäramt Stade gestellt. Kontrolleure des Amtes hätten „systematisch weggeschaut“. Die Betreiberfamilie des Schlachthofes wollte sich auf HAZ-Anfrage am Mittwochabend nicht zu den Vorwürfen äußern.

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Die Tierrechtler hatten im vergangenen Jahr die illegalen Praktiken im Schlachthof Bad Iburg aufgedeckt, die zur Schließung des Betriebs führten. Mülln forderte den Rücktritt der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast wegen „Totalversagens“. Sie habe es in sieben Monaten nicht geschafft, „die kriminellen Netzwerke in der Milchindustrie zu zerschlagen“.

Von Bert Strebe

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