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Osnabrück

Falscher Polizist: Sechs Jahre Haft wegen Betrugs

Die Richter am Osnabrücker Landgericht sahen es als erwiesen an, dass der 32-Jährige eine wichtige Rolle in einer von Istanbul aus agierenden Bande gespielt hatte.

Die Richter am Osnabrücker Landgericht sahen es als erwiesen an, dass der 32-Jährige eine wichtige Rolle in einer von Istanbul aus agierenden Bande gespielt hatte.

Osnabrück. Wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs hat das Landgericht Osnabrück am Freitag das Mitglied einer Bande falscher Polizisten zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der 32-Jährige eine wichtige Rolle in einer von Istanbul aus agierenden Bande gespielt hatte. Die Täter riefen ältere Menschen in Deutschland an und gaben sich als Polizisten aus. Damit konnten sie die Opfer dazu bringen, Wertgegenstände und Bargeld an Kuriere zu übergeben.

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Der Angeklagte war nach Überzeugung des Gerichts wichtiges Bindeglied zwischen der Türkei und Deutschland, sagte ein Gerichtssprecher. Vorgeworfen werden ihm acht Taten zwischen August 2018 und Januar 2019 in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen mit einer Beutesumme von mehr als 200.000 Euro. In zwei Fällen blieb es beim Versuch. In der Verhandlung gab der Mann die Vorwürfe zum Teil zu.

Gericht führt auch seelisches Leid der Opfer an

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von acht Jahren gefordert. Die Verteidigung beantragte eine geringere Strafe, unter anderem, weil der Angeklagte ihrer Ansicht nach nicht die zentrale Funktion gehabt habe, die ihm in der Anklage vorgeworfen wurde.

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Die Opfer hätten nicht nur Geld und Wertgegenstände verloren, sondern seien auch in ihrer Lebensführung sehr beeinträchtigt, schämten sich, hätten Angstzustände und seien sehr mitgenommen, argumentierten die Richter. Der Verurteilte muss auch 7500 Euro an die Staatskasse zahlen. Der Betrag entspricht laut Gericht in etwa der Summe, die er mit den kriminellen Machenschaften persönlich verdient hat.

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Von RND/lni

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