„Geht’s noch?!“

Söder will Fracking im Norden – so reagiert Stephan Weil

Auf diesem Archivbild aus dem Jahr 2019 stehen Stephan Weil (SPD, links) und Markus Söder (CSU) einträchtig nebeneinander.

Auf diesem Archivbild aus dem Jahr 2019 stehen Stephan Weil (SPD, links) und Markus Söder (CSU) einträchtig nebeneinander.

Hannover/Berlin. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat ungehalten auf den Ratschlag seines bayerischen Amtskollegen Markus Söder reagiert, die Nutzung von Fracking-Gas im Norden Deutschlands zu prüfen. „Geht’s noch?!“, fragte der SPD-Politiker via Twitter nach entsprechenden Äußerungen des CSU-Chefs. „Lieber Markus Söder, wie wär’s endlich mit Windkraft in Bayern?“, fügte Weil in Richtung des bayerischen Ministerpräsidenten hinzu.

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Fracking im Norden? Darum geht es

Söder hatte in der "Süddeutschen Zeitung" mit Blick auf die Energieknappheit infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine die Frage der Nutzung heimischer Gasreserven aufgeworfen. "Fracking von gestern will keiner. Aber es ist sinnvoll zu prüfen, ob es neue und umweltverträgliche Methoden gibt", sagte der CSU-Chef. "Vor allem in Niedersachsen gibt es nach Ansicht von Experten große Erdgasfelder", fügte Söder hinzu.

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Derzeit ist Fracking in Deutschland verboten

Niedersachsens Wirtschaftsminister und CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 9. Oktober, Bernd Althusmann hatte sich aber vor wenigen Tagen ablehnend zum Fracking geäußert und auf das aktuelle gesetzliche Verbot verwiesen.

Beim derzeit in Deutschland verbotenen Fracking wird Gas oder Öl mit Hilfe von Druck und Chemikalien aus Gesteinsschichten herausgeholt, was Gefahren für die Umwelt birgt.

Von RND/dpa/kha

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