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Öffentlichkeitsfahndung

Schlag gegen Geldautomatensprenger: Polizei fahndet nach flüchtigem Verdächtigen

Zugriff in den Niederlanden: Beamte haben mutmaßliche Automatensprenger festgenommen.

Zugriff in den Niederlanden: Beamte haben mutmaßliche Automatensprenger festgenommen.

Hannover. Nach dem Schlag gegen eine Bande von Geldautomatensprengern aus den Niederlanden fahnden die Ermittler nach einem flüchtigen Tatverdächtigen. Gesucht wird Mohamed Reda D., der sich zuletzt in den Niederlanden aufgehalten haben soll. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass er sich aktuell in Deutschland aufhält oder aber nach Deutschland einreisen wird“, teilte die Polizeidirektion Osnabrück am Freitag mit.

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Etwa 100 Einsatzkräfte aus mehreren Bundesländern, darunter auch Niedersachsen, sowie den Niederlanden sind am Dienstag gegen eine Bande von Geldautomatensprengern vorgegangen. Ihnen werden mindestens 13 entsprechende Taten vorgeworfen. In Niedersachsen sollen zwei Sprengungen auf das Konto der Bande gehen – in Melle bei Osnabrück sowie in Nordhorn. Möglicherweise können den Verdächtigen aber im Laufe der Ermittlungen noch viel mehr Taten nachgewiesen werden, auch in der Region Hannover. Dort hatte es in der Vergangenheit zahlreiche Sprengungen gegeben, vor allem im Umland von Hannover.

Die Ermittler fahnden europaweit nach Mohamed Reda D..

Die Ermittler fahnden europaweit nach Mohamed Reda D..

Ermittler: Automatensprenger sind „Berufsverbrecher“

13 mutmaßliche Täter im Alter von 19 bis 35 Jahren wurden im Zuge des Einsatzes am Dienstag vorläufig festgenommen. Zehn von ihnen sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Von Mohamed Reda D. fehlt allerdings noch jede Spur. Er ist nach Polizeiangaben 35 Jahre alt, 1,77 Meter groß, hat eine normale Statur, schwarze Haare und trägt einen schwarzen Bart. „Es ist unser Ziel, den Flüchtigen schnell zu fassen. Wir erhöhen jetzt nochmal den Druck und bitten die Bevölkerung um Unterstützung“, so Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück. Die Ermittler fahnden europaweit.

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Bei den Durchsuchungen in Deutschland und den Niederlanden wurden Geld, Autos sowie Datenträger sichergestellt. Am Freitag gaben die Ermittler Einblicke in die Struktur der Automatensprengerbande. Diese habe bis zu 100 Mitglieder. Die einzelne Taten werden laut Europol in kleinen und stetig wechselnden Gruppen begangen. Die Täter seien professionelle „Berufsverbrecher“, die häufig mit dem höchst riskanten Einsatz von Festsprengstoff schnelles Geld machen wollen.

Darum werden in Deutschland so viele Automaten gesprengt

Die zuletzt angestiegene Zahl von Automatensprengungen erklären die Ermittler durch einen Verdrängungseffekt. In den Niederlanden wurden Geldautomaten zuletzt entweder abgebaut oder sicherheitstechnisch aufgerüstet und mit weniger Bargeld bestückt. In Deutschland würden sich die Vergehen allerdings noch lohnen, obwohl eine große Gefahr für Unbeteiligte besteht. Das liege vor allem an den hohen Geldsummen in den Automaten. „Aus Tätersicht gibt es keinen Anlass aufzuhören“, sagte Michael Will, Leiter organisierte Eigentumskriminalität bei Europol.

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Hinweise zum flüchtigen Mohamed Reda D. nimmt Polizei Osnabrück unter Telefon 05 41-3 27 61 20, aber auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Von Manuel Behrens

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