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Kommentar

Gezielt bauen statt nur fördern

Wohnungsbau: Öffentliche Wohnungsgesellschaften stellen soziale Ziele statt Renditen in den Vordergrund

Wohnungsbau: Öffentliche Wohnungsgesellschaften stellen soziale Ziele statt Renditen in den Vordergrund

Hannover.Die Bayern waren mal wieder schneller: Mitte 2018 gründete der Freistaat seine Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim. Schon bis 2025 soll sie 10.000 Wohnungen bauen. In Niedersachsen kommt die Debatte um eine Wohnungsbaugesellschaft erst jetzt in Gang. Doch auch hier könnte eine landeseigene Gesellschaft Mietern helfen.

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Es ist zwar richtig, dass der Aufbau einer Wohnungsbaugesellschaft viel Zeit kostet. Das Konzept hilft nicht kurzfristig gegen explodierende Mieten in Hannover, Osnabrück oder Lüneburg. Es ist auch richtig, dass Niedersachsen bereits fast flächendeckend mit kommunalen Wohnungsbaugesellschaften versorgt ist, die soziale Ziele statt Renditen in den Vordergrund stellen.

Doch diese Gesellschaften stellen nur einen Bruchteil aller Wohnungen – laut den jüngsten Zahlen weniger als 5 Prozent. Da ist durchaus noch Luft nach oben. Hinzu kommt, dass die Landesregierung mit einer eigenen Organisation schneller auf Wohnungskrisen reagieren kann. Sie könnte gezielt in den richtigen Regionen bauen, statt nur mit der Gießkanne zu fördern. Billig wäre das nicht. Doch ein bezahlbares Dach über dem Kopf ist ein noch wichtigerer Teil der Daseinsvorsorge als Breitbandanschlüsse und Autobahnen.

Ein „NiedersachsenHeim“ wäre also ein wichtiges wohnungspolitisches Instrument. Das macht andere Werkzeuge, die schnell helfen, nicht weniger wichtig. Vieles hat die Landesregierung schon ins Auge gefasst, etwa mehr Fördermittel, günstigere öffentliche Grundstücke und weniger Bürokratie. Doch der Blick zurück auf den vorschnellen Verkauf der Landeswohnungen im Jahr 2005 zeigt: Politik muss auch über einzelne Legislaturperioden hinausdenken.

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Von Christian Wölbert

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