Gifhorn

Flyer hetzen weiter gegen christlich-muslimische Kita

Einzigartiges Projekt: Der muslimisch-christliche Kindergarten Abrahams Kinder hat im August in Gifhorn eröffnet.

Einzigartiges Projekt: Der muslimisch-christliche Kindergarten Abrahams Kinder hat im August in Gifhorn eröffnet.

Gifhorn. Mit dem Verteilen von Flyern machen Unbekannte weiter Stimmung gegen die bundesweit erste christlich-muslimische Kindertagesstätte. Bereits seit Mai würden die anonymen Faltblätter am Rande von kirchlichen Festen wie Fronleichnam oder Christi Himmelfahrt verteilt, sagte der Vorsitzende des Planungskomitees, Martin Wrasmann am Mittwoch. Kürzlich seien die Schreiben auch während der Gottesdienste in der evangelischen und katholischen Kirche ausgelegt worden. Der Trägerkreis der im August eröffneten Kita will nun Anzeige erstatten.

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Die Flyer enthielten auch aus dem Kontext gerissene Äußerungen von Politikern über den türkischen Islam-Verband Ditib, sagte der katholische Pastoralreferent Wrasmann. "Kinder spielen Märtyrer und Soldat" heißt es etwa. Und: "Schauen Sie hin, wem Sie Ihr Kind anvertrauen". Kleiner gedruckt fallen Begriffe wie Märtyrertod, antisemitische Hetze, Islamismus, Spionage und immer wieder Ditib. Auf den ersten Blick wirkten die Flyer so, als würden sie Werbung für die Kita "Abrahams Kinder" machen, sagte Wrasmann.

Parteien, deren Logos teilweise auf den Flyern verwendet wurden, hätten bereits Anzeige erstattet.

Vier Erzieherinnen betreuen 15 Kinder

Die örtliche Moscheegemeinde und katholische und evangelische Einrichtungen zählen zum Trägerkreis der Kita, in der vier Erzieherinnen 15 Kinder aus muslimischen und christlichen Familien betreuen.

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Der Trägerkreis habe zunächst nicht auf die Faltblätter reagieren wollen, um den Verfassern nicht zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit zu schenken. Ausschlaggebend für die Anzeige seien nun die Aktionen in den Kirchen gewesen.

Von epd/RND

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