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Noch in diesem Jahr

Hannoversche Volksbank fusioniert mit Hildesheimer Börde

Die Zentrale der Hannoverschen Volksbank.

Die Zentrale der Hannoverschen Volksbank.

Hannover/Hildesheim.Die Hannoversche Volksbank will mit der Volksbank Hildesheimer Börde fusionieren. Ziel sei es, die Institute rückwirkend zum 1. Januar zu verschmelzen, teilten beide Häuser am Donnerstag mit. Beide Banken kommen zusammen auf knapp 1050 Mitarbeiter, gut 250.000 Kunden und eine Bilanzsumme von 6,2 Milliarden Euro. Die Vorstände und die Aufsichtsräte seien sich über einen Zusammenschluss einig, hieß es. Das letzte Wort haben am 24. Juni (Hildesheimer Börde) und 25. Juni (Hannover) die Vertreterversammlungen beider Banken.

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Die Initiative für die nun geplante Fusion ging von der Hannoverschen Volksbank aus. Sie ist rund neunmal so groß wie die Börde-Bank, ihr Geschäftsgebiet umfasst die Stadt und weite Teile der Region Hannover sowie den Raum Celle. „Der Zusammenschluss unserer beiden gut aufgestellten Häuser ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit“, sagte der hannoversche Vorstandssprecher Jürgen Wache. „Unsere regionale Ausrichtung wird auch in Zukunft ein maßgeblicher Erfolgsfaktor sein."

Die Hannoversche Volksbank gehört mit einer Bilanzsumme von 5,5 Milliarden Euro zu den Top 10 der genossenschaftlichen Institute bundesweit. Aktuell gibt es 42 Volksbanken in Niedersachsen – vor drei Jahren waren es noch 54 Institute. Die Zahl der Sparkassen zwischen Ems und Elbe ist im selben Zeitraum nur leicht von 45 auf 42 gesunken. Die einzelnen Volksbanken sind im Vergleich deutlich kleiner, deshalb sei der Konsolidierungsdruck in ihrem Lager größer, heißt es in der Branche.

Gleichwohl geht nicht immer alles glatt: Vor einem Jahr ist die bereits sicher geglaubte Fusion zwischen den Volksbanken Hildesheim-Lehrte-Pattensen und Hildesheimer Börde gescheitert. Offiziell gab es eine Auseinandersetzung über den Zeitplan des Zusammenschlusses – hinter den Kulissen war auch von Meinungsverschiedenheiten zwischen den Chefs beider Häuser die Rede. Die Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen ist selbst erst 2015 aus der Fusion der Kreditinstitute in Hildesheim und der südlichen Region Hannover hervorgegangen.

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Nach dem Zusammenschluss mit dem großen Bruder aus Hannover soll der Name der Volksbank Hildesheimer Börde zwar erhalten bleiben – ihr Status schrumpft aber auf den einer Niederlassung. Die rund 30.000 Kunden bekommen neue Karten und IBAN-Nummern. Im Zuge des Zusammenschlusses will die Volksbank Hildesheimer Börde weder Mitarbeiter entlassen noch Filialen schließen.

Die Volksbank Hildesheimer Börde arbeitet vor allem bei großen Krediten seit Jahren eng mit den Hannoveranern zusammen. Durch den Zusammenschluss könne man künftig auch größere Firmenkunden bedienen und mehr Dienstleistungen anbieten als bislang, sagten die beiden Vorstände Jörg Biethan und Marcus Hölzler. Sie sollen als Generalbevollmächtigte vor Ort bleiben. Die Volksbank Hildesheimer Börde steige durch die Fusion mit Hannover in die Größenordnung der Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine auf, größeren Unternehmen biete sich dadurch künftig die Auswahl zwischen zwei regionalen Kreditinstituten.

Biethan und Hölzler zeigten sich zuversichtlich, dass der geplante Zusammenschluss nicht erneut auf der Zielgeraden scheitert. Man habe in den vergangenen Tagen die Mitgliedervertreter informiert. „Da gab es kritische Fragen, aber keine Ablehnung“, sagte Biethan. Die Volksbanken Hannover und Hildesheimer Börde passten gut zusammen: „Wir haben ganz ähnliche Vertriebsstrukturen und Arbeitsprozesse – das ist ein Riesenblock, der sich viel leichter umstellen lässt.“ Auch die strategische Ausrichtung sei sehr ähnlich. „Da ist Vertrauen gewachsen“, sagte Biethan.

Von Tarek Abu Ajamieh und Jens Heitmann

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