Hiddingen

Dank EU-Zulassung: Kamelmilch von Familie Marquard ist Verkaufsschlager

Beke Marquard steht mit einem Kamel auf der Weide im niedersächsischen Visselhövede.

Beke Marquard steht mit einem Kamel auf der Weide im niedersächsischen Visselhövede.

Hiddingen. Mit der EU-weiten Zulassung ihrer Kamelmilch Ende vergangenen Jahres hat sich der Absatz für die Familie Marquard in Hiddingen im Landkreis Rotenburg/Wümme gesteigert. „Wir dürfen jetzt versenden und damit ist unsere Vermarktung um 500 Prozent gestiegen“, sagt Beke Marquard. Beim Verschicken muss die Milch pasteurisiert sein. Sie wendet zusammen mit ihrem Mann Andreas Marquard ein schonendes Verfahren bei 72 Grad für eine Minute an. Direkt ab Hof ist die Milch unbehandelt. Potenzial nach oben sei noch da.

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Ein Etikett wird auf eine Flasche mit Kamelmilch geklebt.

Ein Etikett wird auf eine Flasche mit Kamelmilch geklebt.

Der Liter kostet elf Euro, der Geschmack ist der Kuhmilch ähnlich, soll aber laut Studien einen höheren Vitamingehalt haben. Nachgesagt wird der besonderen Flüssigkeit - ursprünglich ein Beduinengetränk - wegen seiner Inhaltsstoffe ein positiver Einfluss auf Krebszellen, Allergien und Diabetes-Erkrankungen. Sie enthält weniger Fett und ist für Menschen mit Laktoseintoleranz angeblich besser verträglich. In arabischen Ländern wird sie seit Ewigkeiten geschätzt. Auch in Österreich wird sie zur Käseherstellung genommen. Stammkunden kommen aus Schweden, Österreich und Ungarn.

Reitausflüge bei Urlaubern beliebt

Die Marquards sind nach eigenen Angaben die einzigen, die in Deutschland Kamele melken. Derzeit haben sie 60 Kamele, neun davon sind junge Fohlen. Ein Dutzend Tiere ist noch trächtig.

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Am 1. April öffnet auch wieder der Tierpark. „Wegen Corona waren wir ab dem Frühjahr in der vergangenen Saison ausgebucht“, erzählt Beke Marquard. Die Reitausflüge seien bei den inländischen Urlaubern besonders beliebt.

Kamele stehen auf der Weide einer Kamelfarm am Rande der Lüneburger Heide.

Kamele stehen auf der Weide einer Kamelfarm am Rande der Lüneburger Heide.

Unsicher ist noch, ob im September das europäische Kamelfest in den Niederlanden stattfinden wird. Das Ehepaar Marquard will mit seinen Tieren an dem Kamelrennen teilnehmen.

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Von RND/dpa/Britta Körber

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